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Stockwäldchen Oberbexbach: Stockwäldchen soll größer werden

Stockwäldchen Oberbexbach : Stockwäldchen soll größer werden

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger brachte Geld für die Erweiterung des Oberbexbacher Gewerbegebiets für kleine Handwerksbetriebe.

Bis zum Mai 2019 soll in Oberbexbach das Gewerbegebiet „Stockwäldchen“ um insgesamt 26 000 Quadratmeter Baufläche erweitert werden. Dies soll Raum schaffen für die Ansiedlung von bis zu fünf Unternehmen. Der Beginn der Erschließung ist für Juli 2018 geplant. Das Projekt ist mit insgesamt zwei Millionen Euro an Bausumme veranschlagt, am Freitag übergab Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger dazu einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 820 000 Euro. Hintergrund der Erweiterung des „Stockwäldchens“ ist der Wunsch der Stadt Bexbach, vor allem kleineren Handwerksbetrieben neue Ansiedlungsmöglichkeiten zu geben. Umgesetzt wird das Bauvorhaben von der stadteigenen Projektgesellschaft Stadtentwicklung Bexbach (PEB) mit ihren Geschäftsführern Thomas Schneider und Alfred Schneider.

Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis betonte beim Vor-Ort-Termin am Freitag aus seiner Sicht, dass die Stadt Bexbach das Thema der Wirtschaftsförderung „viel ernster nimmt und viel mehr macht, als vielleicht der eine oder andere“. Dies sei zum einem dem glücklichen Umstand geschuldet, dass man die alte Kaserne zum Saarpfalz-Park Bexbach habe umnutzen können, „zum anderen ist es aber auch der Wille. Der Wille und das Spüren, dass wir im Haushalt Probleme haben.“ Leis, der in Personalunion auch Wirtschaftsförderer der Stadt ist, sprach in diesem Zusammenhang auch die grundsätzlichen strukturellen Herausforderungen an, die der ländliche Raum mit sich bringe. So sei es das große Ziel, vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen. Deswegen habe man frühzeitig geschaut, wo man gerade kleinen Handwerksbetrieben einen Standort bieten könne. Am „Stockwäldchen“ sei man dann fündig geworden. Leis: „Die PEB hat hier ganze Arbeit geleistet und recht schnell den Geländeerwerb vollzogen.“ Jetzt sei man an dem Punkt, an dem man loslegen könne.

Genau für diesen Baustart hatte Rehlinger dann auch den Zuweisungsbescheid im Handgepäck. Die Summe von 820 000 Euro speist sich dabei aus dem Landesprogramm zur Verbesserung der regionalen Beschäftigungslage und der Wirtschaftsstruktur. Rehlinger versäumte es auch nicht, die Anstrengungen der Stadt Bexbach in Sachen Wirtschaftsförderung und Gewerbeansiedlung zu würdigen. „Ich bin immer sehr froh, wenn sich Kommunen dieser Aufgabe annehmen.“ Natürlich benötige Wirtschaft Infrastruktur und Fachkräfte, „aber sie braucht eben auch Platz, um sich entfalten zu können.“ Dabei gehe es nicht nur um die Schaffung von völlig neuen Flächen, sondern eben auch um die Erweiterung von schon bestehenden Angeboten, denn: „So vornehm die Aufgabe auch ist, für neue Unternehmen zu sorgen, so vornehm ist auch die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die, die schon da sind, eine gute Zukunft haben.“

So oder so brauche man eben Platz. Und hier sei es gut, wenn die Kommunen selbst aktiv würden. Zudem, so die Wirtschaftsministerin, sei die mit der Ansiedlung von Unternehmen verbundene Einnahme von Gewerbesteuer ein wichtiges Instrument, um der Finanznot von Kommunen etwas entgegen zu setzen. „Und da muss man sich überlegen, was man Neues machen kann. Bexbach hat das getan.“ Sie sei auch froh, dass sich die Erweiterung des „Stockwäldchens“, gegenwärtig belegt mit unter zehn Betrieben, an Handwerksbetriebe wende, „das passt gut in die Wirtschaftsstruktur der Stadt Bexbach hinein“.

Auch sei es gut, dass sich die Stadt nicht auf dem Erfolg des Saarpfalz-Parks ausruhe, sondern eben neue Wege gehe. Das sei ein gutes Signal – auch was die Arbeit der Hausspitze angehe. „Alles in allem hilft das neue Vorhaben der saarländischen Wirtschaft, es hilft aber auch den kleinen Betrieben, die hier ansiedeln.“