Stadtrat lehnt Funkmast ab

Bexbach. Einstimmig hat sich der Bexbacher Stadtrat auf seiner Sitzung am Dienstagabend gegen die Pläne des Mobilfunkbetreibers O2 ausgesprochen, in unmittelbarer Nähe des Höcherturms eine Mobilfunk-Sendeanlage zu errichten

Bexbach. Einstimmig hat sich der Bexbacher Stadtrat auf seiner Sitzung am Dienstagabend gegen die Pläne des Mobilfunkbetreibers O2 ausgesprochen, in unmittelbarer Nähe des Höcherturms eine Mobilfunk-Sendeanlage zu errichten. Die gegenwärtigen Planungen sehen vor, einen 75 Meter hohen Sendemast und drei Technik-Container zu installieren - ein Ansinnen, dem Vertreter aller Parteien nachdrücklich die Verträglichkeit mit dem Wert des Areals als Nacherholungsgebiet und Tourismusmagnet in der Region absprachen. Horst Hornberger (SPD): "Die Errichtung dieser Anlage stellt einen erheblichen Eingriff in das Landschaftbild am Höcherturm dar." Für die CDU lehnte Alexander Funk den Bau unter anderem mit dem Hinweis ab, dass "Bexbach die notwendige Daseinsfürsorge erfüllt hat". Man sei nicht technikfeindlich, der Bau der Anlage würde aber den touristischen Wert des Höcherturms und seines Umfeldes nachhaltig beeinträchtigen. Auch Linke, FDP und FWG versagten dem Bauvorhaben ihre Zustimmung. Ob die Entscheidung des Bexbacher Stadtrates den geplanten Bau der Sendeanlage tatsächlich verhindern wird, bleibt fraglich. Darauf hatte die Verwaltung in den Erläuterungen zur Sitzungsvorlage hingewiesen. So sei der Höcherturm selbst kein Baudenkmal, die vom Mobilfunkbetreiber O2 geplante Anlage unterläge nicht dem Zwang, sich in ein entsprechendes Ortsbild einzufügen. Schon im Vorfeld hatte sich der Höcher Ortsrat in seiner Sitzung vom 21. Januar (wir berichteten) gegen den Bau ausgesprochen, Bürgermeister Heinz Müller versicherte, die Stadt werde entsprechend handeln und alle Möglichkeiten prüfen. Eine Hürde hat die geplante Sendeanlage schon genommen: Die vorgeschriebene Standortbescheinigung der Regulierungsbehörde liegt vor.