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Sprüher unterwegs auf Monte Barbara

Sprüher unterwegs auf Monte Barbara

Die Heiligenstatue wurde mit Graffiti verschmiert.

Beim Aufstieg auf den Monte Barbara oberhalb des Bexbacher Blumengartens kommt man unter Umständen ganz schön aus der Puste. Dafür wird der Spaziergänger jedoch reichlich entlohnt: mit einem beeindruckenden Ausblick über ganz Bexbach und das Umland. Und mit etwas Glück und Ausdauer beim Suchen findet man auf der Berghalde sogar versteinerte Pflanzen.

Derzeit trübt es allerdings etwas das Bild, dass die gut acht Meter hohe Statue der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, mit Graffiti beschmiert wurde. Darauf machten uns vergangene Woche mehrere Leser aufmerksam.

Die Barbara-Statue erinnert an die lange Bergbaugeschichte der Region. Seit 1980 blickt sie von der Anhöhe aus ins Land. Auf Anfrage teilte Sandra Schwartz von der Bexbacher Stadtverwaltung am vergangenen Freitag mit, dass die Statue nicht im Besitz der Stadt sei, sondern Saarberg gehöre. Sie habe ursprünglich am Kraftwerk gestanden und wurde dann auf dem Monte Barbara aufgestellt.

Um die Pflege kümmert sich der Verein saarländisches Bergbaumuseum. Dessen Vorsitzender, Wolfgang Imbsweiler, zugleich Beigeordneter der Stadt, erklärte am Freitag, er selbst habe das Graffiti noch nicht gesehen. Man wolle sich jedoch darum kümmern, dass die Statue einen neuen Anstrich erhalte.

 . . . und die Rückseite. Fotos: KLEIN
. . . und die Rückseite. Fotos: KLEIN

Wer illegale Graffiti sprüht, begeht Sachbeschädigung und damit eine Straftat - laut Paragraf 303 Strafgesetzbuch. Diese kann mit einer Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden. Bei jugendlichen Tätern greift entsprechend das Jugendstrafrecht, zum Beispiel mit Wiedergutmachung, Geldstrafe, Arbeitsauflagen oder Arrest.