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SPD Bexbach greift Bürgermeister Prech wegen City-Fest an

Stadtfest in Bexbach : Bürgermeister soll für Klarheit beim City-Fest sorgen

Die Bexbacher SPD fährt wegen des Stadtfestes schwere Geschütze gegen den neuen Verwaltungschef auf.

Die Bexbacher Sozialdemokraten werfen Bürgermeister Christian Prech (CDU) vor, im Alleingang für das Aus des City-Festes gesorgt zu haben. In einer Pressemitteilung fordert die SPD, die bis zum vergangenen Herbst mit Thomas Leis den Verwaltungschef gestellt hat, Aufklärung in der Angelegenheit.

Im Jahr 2019 habe das 34. City-Fest wieder tausende Besucher aus nah und fern in die Innenstadt gelockt, so der stellvertretende SPD-Vorsitzende Jan Hornberger in dem Schreiben. Das Besondere am City-Fest sei die Mischung aus Stadtfest und Kirmes mit umfangreichem Musikprogramm, Live-Acts, Fahrgeschäften und Vergnügungsbuden gewesen. Es sei jedoch das letzte Mal gewesen, dass das Fest in dieser Form stattgefunden habe – und das, obwohl im Rahmen der Maßnahmen der „Aktiven Stadt“ in Bahnhof- und Rathausstraße mit Steuergeldern alles entsprechend für den weiteren Festbetrieb hergerichtet worden sei.

Hornberger weiter: „Im November 2019 hat Bürgermeister Prech in einer einsamen Entscheidung im Alleingang das Aus des City-Festes besiegelt.“ Er habe öffentlich mitgeteilt, der Kultur- und Verkehrsverein als bisheriger Ausrichter des Festes habe in einer Sitzung beschlossen, dass er aus finanziellen Gründen das Cityfest nicht mehr ausrichten könne. In der Vergangenheit sei stets ein Fehlbetrag in der Kasse des Vereins aufgelaufen. Zur Übernahme der Fehlbeträge und zur Abgabe einer Patronatserklärung sehe sich der Bürgermeister nicht in der Lage.

Die SPD wirft Prech vor, „den Stadtrat oder andere städtische Gremien bis heute hierzu weder befragt noch informiert“ zu haben. Bereits in einer Stadtratssitzung im Dezember habe die SPD-Fraktion daher Aufklärung von ihm gefordert. „Wie hoch war der Fehlbetrag? Wieso entstand plötzlich diese Eilbedürftigkeit? Warum wurde in dieser wichtigen Frage nicht unverzüglich der Kultur- und Sozialausschuss einberufen? Keine dieser Fragen konnte oder wollte Prech nachvollziehbar beantworten“, heißt es weiter. SPD-Fraktionssprecher Dirk Vogelgesang: „Wir als SPD stehen zum Bexbacher City-Fest oder einem attraktiven Stadtfest in anderer Form. Im Mittelpunkt der Überlegungen müssen dabei immer die Interessen der Bürger, der Anlieger, der Vereine und Gastronomen stehen“.

Weitere Vorwurf der Sozialdemokraten: Nach Aussagen des Bürgermeisters sollen nun die ohnehin stark belasteten ehrenamtlichen Helfer aus den Vereinen das Fest stemmen. Für die Vereine bestehe jedoch weder Klarheit über die tatsächliche Höhe der Standgebühren noch über den Veranstaltungsort. „Für die Vereine dürfte es unter diesen Bedingungen schwierig sein, eine Teilnahme zuzusagen, geschweige denn, das notwendige Personal vorzuhalten. Förderung und Unterstützung des Ehrenamtes sieht anders aus“, so Vogelgesang.

Die SPD-Stadtratsfraktion fordert in der Pressemitteilung den Bürgermeister auf, schnellstmöglich den Kultur- und Sozialausschuss der Stadt einzuberufen und die offenen Fragen zu beantworten, zumal anfallende Kosten für den städtischen Haushalt durchaus von Bedeutung seien.