Sie werden Freunde bleiben

Es wurde ein großer Abend der deutsch-französischen Freundschaft: 60 Gäste aus Pornichet kamen zur 30-Jahrfeier in die Höcherberg-Stadt. Sie waren privat untergebracht und erlebten ein vielfältiges Programm.

Weiße Kap-Margariten mit deutschen und französischen Fähnchen geschmückt standen am Freitagabend auf den Tischen im Oberbexbacher Volkshaus. Kurz vor 18 Uhr hielt ein großer französischer Reisebus vor dem Gebäude. Zielstrebig steuerten 60 gut gelaunte Menschen in Richtung Volkshaus-Eingang. Sie waren angekommen, die Freunde aus der Bexbacher Partnerstadt Pornichet. Ein großer Abend der deutsch-französischen Freundschaft konnte beginnen.

Schon 30 Jahre ist es her, dass die Städte Pornichet und Bexbach ihre Städtepartnerschaft besiegelten. Jede Menge Austausche und Freundschaften sind in dieser Zeit entstanden. Nun wurde auf Einladung Bexbachs dieses Jubiläum gebührend mit Reden, Musik, Show und Tanz gefeiert. Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis ließ es sich nicht nehmen, seine Begrüßungsrede in französischer Sprache zu halten. Und wie zu erwarten war: Diese nette Geste kam bei den Zuhörern natürlich sehr gut an.

Nicht unbedingt das, was Politiker vor drei Jahrzehnten mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden taten, sei es, was Partnerschaft ausmacht. "Das A und O sind die Menschen der Städte . So sind in dieser langen Zeit enge Freundschaften entstanden. Unzählige gegenseitige Besuche, ob offizielle oder private, Ferienaufenthalte, der Austausch der Kultur und der Sport treibenden Vereine, das ist lebendige Partnerschaft. Wir haben in all den Jahren gemeinsam eine feste Brücke von Bexbach nach Pornichet gespannt", sagte Leis. Der Bürgermeister der Stadt Pornichet, Jean-Claude Pelleteur, war zum ersten Mal Gast in Bexbach . Er sagte: "Magnifique, Ihr habt den wunderschönen Wald und wir die Côte d'amour, die Liebesküste am Atlantik." "Diese Region kennen zu lernen, ist mir eine Freude. Gemeinsam zu feiern, zu tanzen und zu zeigen, wie freundliche und friedlich unsere beiden Völker seit Jahrzehnten mit einander umgehen, das ist formidable (vorbildlich). Es lebe die Partnerschaft", so Pelleteur.

Beide Bürgermeister unterzeichneten auf der Bühne die Urkunde zur Erneuerung und Fortsetzung der Partnerschaft. Von den 350 Zeugen gab es stehende Ovationen und tosenden Applaus. Der Projektchor des Stadt-Kulturverbandes Bexbach unter der Leitung von Isolde Fernes-Blatt sang die französische und deutsche Nationalhymne. Auch das Lied "A Pornichet" hatten sie in französischer Sprache als Überraschung für die französischen Gäste eingeübt. Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Bexbach , Petra Fess, hatte für ihre Kollegin aus Pornichet, Annick Guimard noch eine Überraschung parat. Ein Fahnenbanner mit dem neuen Partnerstädte-Logo. "Das kann dann im Atlantik-Wind wehen", sagte Guimard.

Von Donnerstag bis Sonntag waren die "Pornicheter" in Bexbacher zu Gast. Die Unterbringung erfolgte in Gastfamilien. So hatte Renate Kern aus Oberbexbach Susanne und Jeanette in ihrem Haus beherbergt, zum Frühstück gibt es statt Baguette Doppelweck. "Schon seit mehreren Jahren macht es mir immer wieder Freude, den Gästen ein Stück meiner Heimat zu zeigen. Da steht ein Spaziergang durch die Grüne Lunge, eine Führung im Blumengarten oder eine Tour um den Höcherberg wegen der guten Rundumsicht auf dem Programm. Geschwätzt wird da mit Henn und Fies. So einfach ist Völkerverständigung", meinte Kern.

Zum Thema:

Auf einen Blick Mitwirkende beim Festakt: Moderation Johannes Jost und Klaus-Ludwig Fess, Projektchor des Stadt-Kulturverbandes, Ballett art et mouvement aus Pornichet, TV Bexbach (HipHop), Prießnitz-Kneipp-Verein (Jazz-Dance), ADRA Tanz aus Pornichet, Tus Höchen (Showtanz), Betschbacher Buwe (Lieder), MGM-Fireflies, MGM-Männerballett, Blätsch-Präsidentengarde. voj