Seit 80 Jahren einsatzbereit

Höchen. Die Freiwillige Feuerwehr im Löschbezirk Höchen hat ihr 80-jähriges Bestehen mit einem Kommers gefeiert. Neben einem Rückblick auf die Geschichte der Höcher Feuerwehr standen in der Glanhalle auch die Ehrungen langjähriger Feuerwehrkameraden im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltung. Die Schirmherrschaft hatte Landrat Clemens Lindemann übernommen

Höchen. Die Freiwillige Feuerwehr im Löschbezirk Höchen hat ihr 80-jähriges Bestehen mit einem Kommers gefeiert. Neben einem Rückblick auf die Geschichte der Höcher Feuerwehr standen in der Glanhalle auch die Ehrungen langjähriger Feuerwehrkameraden im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltung. Die Schirmherrschaft hatte Landrat Clemens Lindemann übernommen. Alle Festredner lobten das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr, die sich in den vergangenen Jahrzehnten den strukturellen Herausforderungen und Veränderungen gestellt hat. Löschbezirksführer Christian Backes wies auf die vielfältige und unentgeltliche Arbeit der Wehr hin, die sich nicht mehr nur auf das reine Löschen von Feuer beschränke, sondern sich immer mehr auf technische Hilfeleistungen ausgeweitet habe. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass "die Ausrüstung der Wehr auf dem modernsten Stand gehalten wird und die finanzielle Unterstützung gesichert ist", erklärte Backes. In den 80 Jahren hätten sich immer wieder verantwortungsbewusste Menschen bereit gefunden, ihre Freizeit für den Dienst am Nächsten zu opfern. Erstaunt zeigte sich Landrat Clemens Lindemann über die im Schnitt 30 Einsätze der Höcher Feuerwehr im Jahr. Dies zeige, "dass die Feuerwehr dringend gebraucht wird". Aufgrund der höheren technischen Anforderungen sei heute eine andere Qualität gefragt, so Lindemann. Daher seien Fortbildungen sowie eine gute Jugendarbeit wichtig für die Zukunft der Wehr. Die gut aufgestellte Höcher Wehr sei "Vorbild in einer funktionierenden Demokratie". Der Beigeordnete der Stadt Bexbach, Joachim Hoffmann, hob "die unschätzbaren Dienste" der Feuerwehr für die Allgemeinheit hervor und kündigte "demnächst" die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges an. Ortsvorsteher Karl-Heinz Klein lobte Engagement und Jugendarbeit. Gemäß dem Motto "Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr" bezeichnete Pfarrerin Sabine Graf die Feuerwehrleute als "Mitarbeiter im Rettungsdienst Gottes", die sich aktiv im Dienste der Nächstenliebe engagierten. Für den stellvertretenden Kreisbrandinspekteur Wolfgang Nelig stellt die Höcher Wehr "ein Aushängeschild im Kreis" dar. Im Rahmen der Veranstaltung fanden auch Ehrungen statt. Seit 60 Jahren gehören Ehrenlöschbezirksführer und Oberbrandmeister Erhard Becker, die beiden Brandmeister Kurt Ardner und Lothar Müller sowie Oberlöschmeister Friedrich Schmidt der Feuerwehr an. Für 15 Jahre wurde Löschmeister Thomas Braun, für zehn Jahre Isabell Engel geehrt. Musikalisch umrahmt wurde der Festabend vom MGV Höchen und dem evangelischen Kirchenchor. Abgerundet wurde er mit einer Bilderausstellung. Die Bilder stammten von Kindern des Kinderhauses und der Grundschule, die sich anlässlich des Feuerwehrjubiläums am Malwettbewerb "Kinder sehen die Feuerwehr" beteiligten.

Auf einen BlickDie Freiwillige Feuerwehr Höchen wurde am 6. Januar 1929 gegründet. Erster Löschbezirksführer war Karl Kuhn. Seit 2006 steht Christian Backes an der Spitze der Höcher Feuerwehr. Sie besteht aus 41 Feuerwehrangehörigen, davon sechs Frauen, 13 Jungen und Mädchen in der Jugend- sowie 14 Kameraden in der Alterswehr. Jugendfeuerwehrbeauftragte sind Sarah Backes und Mathias Maringer. Vorsitzender des Fördervereins "Freiwillige Feuerwehr Höchen" ist Friedolin Mentzel, Stellvertreter Patrick Hirsch. Weitere Informationen zum Löschbezirk Höchen gibt es per E-Mail loeschbezirksfuehrer@feuerwehr-hoechen.de re