Schulen im Saarpfalz-Kreis werden saniert

Schulsanierung : In den Schulen arbeiten die Handwerker

Viel Geld investiert der Kreis, um seine Schulen auf Vordermann zu bringen. Fast alle Arbeiten enden, bevor der Unterricht startet.

Während die Schüler ihre Ferien genießen – mit einem Eis im Freibad, mit den Füßen im Meerwasser oder an einem anderen lauschigen Plätzchen, und ganz sicher Besseres im Kopf haben, als an ihre Schule zu denken, ziehen dort die Handwerker ein. Die lange Sommerpause in den Klassenzimmern ist die Zeit, die gerne für große und kleinere Arbeiten genutzt wird. Und da kommt so einiges zusammen, auch finanziell. Das ist im Saarpfalz-Kreis so wie andernorts: Deutlich mehr als eine Million Euro werden dieses Jahr im Sommer verbaut, genau: 1 290 000 Euro.

Und wie wird entschieden, was wo gemacht wird? Bei der Planung der Arbeiten „werden vornehmlich bauliche und gesetzliche Notwendigkeiten sowie in Abstimmung mit den Schulen Notwendigkeiten für den Unterricht bedient“, informiert die Kreisverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung.

Während man in aller Regel am Anfang der Ferien beginnt und an deren Ende mit den Bauarbeiten weitestgehend fertig sei, gibt es einige Schulen, an denen so umfangreiche Baumaßnahmen anstehen, dass sie sich ohnehin über eines oder mehrere Schuljahre hinziehen, zum Beispiel die energetische Sanierung der Homburger Förderschule. Die Großprojekte am Mannlich-Gymansium und am Saarpfalz-Gymnasium sind hingegen  abgeschlossen, so dass in diesem Sommer nur noch kleinere Arbeiten anstehen. Am Mannlich werden beispielsweise „Zaunbauarbeiten“ vorgenommen und es wird „die Zugangskontrolle optimiert.“ Was verständlich ist, denn das Mannlich-Gymnasium liegt an exponierter Stelle, direkt am Stadteingang an einer Kreuzung, und jeder konnte bislang über den Schulhof laufen beziehungsweise die Schüler beobachten. Das muss, vor allem im Interesse der Jüngeren, nicht sein. Deshalb ist es sicher kein Luxus, der Schule etwas mehr Abgeschlossenheit zu geben.

Vor einem Jahr wurden ins BBZ Homburg knapp 120 000 Euro investiert, das war kein Pappenstiel.  Die Elektrohauptverteilung wurde erneuert, die Laboreinrichtung der Chemie teilweise ersetzt und die Heizung modernisiert. Dafür ist die Zuwendung in diesem Jahr bescheiden: lediglich die Böden in den Geräteräumen der Turnhalle werden saniert.

In der Robert-Bosch-Schule fallen diesmal umfangreiche Arbeiten an, das Archiv wird saniert, ebenso die Toiletten-Anlagen der Spiel- und Sporthalle. Einige Klassensäle werden neu gemalt, es wird ein Fallschutz für Spielgeräte angebracht und ein Klassensaal wird so ausgestattet, dass Inklusions-Kinder und ihre Betreuer genügend Platz haben.

Die neue Sandrennbahn in Homburg bekommt abgehängte Decken inklusive Brandschutz,  ein Raum wird mit einem neuen Bodenbelag ausgestattet und auch hier wird, wie am Mannlich, ein Zaun um die Schule gezogen beziehungsweise erneuert. In der Förderschule Homburg wird die Lehrküche saniert und die Nassräume der Turnhalle müssen erneuert werden.

In Bexbach an der Galileo-Schule fallen die Ausgaben diesmal deutlich geringer aus als im vergangenen Jahr, auch hier wird ein Zaun gezogen  und die Sicherheitsbeleuchtung innerhalb des Schulgebäudes wird erneuert.

In der Gemeinschaftsschule Kirkel in Limbach laufen Maler- und Bodenbelagsarbeiten und die EDV-Verkabelung im Mittelbau schreitet voran.

Am Saarpfalz-Gymnasium ist seit Jahresanfang zwar der Mensa-Bau in Betrieb, aber es gibt noch einiges zu tun, zum Beispiel muss die Außenanlage des Mensa-Baus  ansprechend angelegt werden. Im Technikraum wird der Boden neu beschichtet, der Musiksaal und einige Klassensäle brauchen dringend frische Farbe und die Heizzentrale muss erneuert werden, was ein ziemlich dicker Brocken ist. Auch die Duschen in der Turnhalle werden erneuert, ebenso die die EDV-Verkabelung und die Audio-Verkabelung im Mittelbau.

Blickt man sich weiter um im Kreis, so laufen umfangreiche Arbeiten in der Gemeinschaftsschule Gersheim, denn dort wird das komplette Dach des Hauptgebäudes saniert, was sich noch bis zu den Herbstferien hinziehen wird. Am BBZ St. Ingbert wird diesmal nur gestrichen.  In der Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach stehen Malerarbeiten an, auch hier wird die Sicherheitsbeleuchtung erneuert. Und in Blieskastel wird an der Gemeinschaftsschule die Gebäudeleittechnik weiter ausgebaut, damit hatte man bereits vor einem Jahr begonnen, vor allem sollen die Heizungen in den Schulräumen einzeln regelbar sein.  Zudem erhält die Schule eine neue Lüftungsanlage.

Die Albert-Schweitzer-Schule in St. Ingbert bekommt neue Fußballtore und einen neuen Anstrich.

Die neue Mensa am Saarpfalz-Gymnasium steht seit Februar, aber drumherum sieht es noch nicht sehr einladend aus. Der Saarpfalz-Kreis macht jetzt Geld für eine Außenanlage locker, die während der Ferien angelegt wird. Foto: Christine Maack

Das Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel ist nicht nur eine Schule, sondern auch ein barockes Kleinod, das sich ins historische Stadtbild  einfügt. Deshalb ist es auch Teil des städteplanerischen Konzeptes „Am Schloßberg“. Aus diesem Grund lässt der Kreis in den Ferien statische Voruntersuchungen machen. Ansonsten werden die Toiletten für die Verwaltung saniert und der Pinsel wird in den Neubaufluren und im Musikpavillon geschwungen.  Übrigens, das Leibniz-Gymnasium St. Ingbert taucht diesmal nicht in der Liste auf. Kein Wunder, hier wurde bekanntlich in der Vergangenheit eine Millionensumme investiert. Und im letzten Jahr wurde noch der Schulhof für 465 000 Euro angelegt. Und in diesem Jahr? Da ist man wunschlos glücklich. Zumindest, was den baulichen Zustand der Schule angeht.