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Stadtmitte Bexbach: Sanierung liegt ganz gut im Zeitplan

Stadtmitte Bexbach : Sanierung liegt ganz gut im Zeitplan

Sechs Millionen Euro kostet die Bexbacher Innenstadtsanierung. Bürgermeister Leis hat sich jetzt ein Bild von den Arbeiten gemacht.

Seit September laufen die Bauarbeiten zur Sanierung der Bex-
bacher Rathausstraße. Das Projekt ist dabei Teil eines neuen Gesamtkonzeptes für die Bexbacher Innenstadt, bislang wurde schon die Bahnhofstraße aufgearbeitet (wir berichteten), bis Mai 2019 sollen alle Arbeiten des rund sechs Millionen Euro schweren Projektes abgeschlossen sein. Gefördert wird der umfangreiche Eingriff in die Infrastruktur des Bexbacher Zentrums zu 66 Prozent mit Mitteln des Landes aus dem Programm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“.

Am Mittwochnachmittag machte sich Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis ein Bild vom Stand der Arbeiten in der Rathausstraße. Die ist seit Beginn der Bauarbeiten zwischen dem Rathaus und der Oberbexbacher Straße als erstem Bauabschnitt nicht befahrbar. Der innerstädtische Pkw-Verkehr in Richtung Rathaus/Wellesweiler wird über den Parkplatz der Grünen Lunge, Maxstraße, Schillerstraße und Grubenstraße umgeleitet. Im Gespräch mit Vertretern der beteiligten Baufirmen und der Stadtwerke Bexbach, mit dabei auch Zentrumsmanagerin Dorothee Pirrung und Georg Zintel von der Bauverwaltung, ging Leis auf zahlreiche Themen ein, so natürlich auch auf die Belastungen, die die umfangreiche Baumaßnahme für die Bexbacher Bürger und die Gewerbetreibenden in der Innenstadt bedeutet.

In der jüngeren Vergangenheit ergab es eben aus diesem Kreis, so bei der zurückliegenden Stadtratssitzung, die Frage, warum schon jetzt der gesamte Straßenbereich des ersten Bauabschnitts aufgerissen sei, habe man doch vor Beginn der Arbeiten von einem Sanierung in Etappen gesprochen. Georg Zintel begründete dies mit nötigen Arbeiten der Stadtwerke Bexbach, so dem Verlegen von Versorgungsleitungen bis in den Bereich der Oberbexbacher Straße. „Es macht da Sinn, das einem Rutsch zu machen – einfach, weil es kostengünstiger ist, als es in Etappen zu erledigen.“ Auch habe man in diesem Bereich schon die Kanalsanierung weitgehend durchgeführt. Um hier bei möglichen technischen Pro-
blemen agieren zu können, sei das komplette Entfernen der Straßendecke im gesamtem Baustellenbereich sinnvoll gewesen.

Was am Mittwoch trotz aller Belastungen deutlich wurde: Dass aufgrund der Baustelle derzeit der Lkw-Durchgangsverkehr über die Autobahn um die Bexbacher Innenstadt herumgeführt wird, wird gerne in der Stadt gesehen, dies könne gerne auch nach Ende der Arbeiten so bleiben, verdeutlichte Leis. Bislang, und auch das nahm Leis am Mittwoch aus der Besprechung mit, liege man gut im Zeitplan. Lediglich ein deutlich härterer Boden habe bei den Arbeiten an den Schnittstellen zwischen den Versorgungsleitungen der Stadtwerke und den Hausanschlüssen rund acht Tage Verzögerung verursacht, erläuterte Sascha Siegwart, der zuständige Bauleiter der Firma Dittgen.

Was am Mittwoch natürlich auch Thema war: Wie gehen die Bexbacher Bürger selbst mit den Einschränkungen durch die Baumaßnahme um? Hier zeichnete Zentrumsmanagerin Dorothee Pirrung aus ihrer eigenen Wahrnehmung ein relativ ruhiges Bild. So habe es natürlich zu Beginn der Arbeiten einige Herausforderungen und kleinere Probleme gegeben, „ansonsten höre ich allerdings recht wenig.“ Pirrung gestand aber ein, dass die aktuelle Lage in der Bex-
bacher City gerade für die Gewerbetreibenden eine Riesen-Herausforderung sei. „Der Einzelhandel hat generell schwer zu kämpfen, das ist in allen Städten so.“ Mit dieser Einschätzung verband Pirrung auch den ausdrücklichen Appell an die Kunden, auch in Zeiten so großer Baumaßnahmen vor Ort zu kaufen, was man vor Ort kaufen kann. Hier ergänzte Leis, nach einem Gespräch mit dem Bexbacher Gewerbeverein am Dienstag, dass man als Stadt die Gewerbetreibenden der Stadt unterstützen werde, wo immer es gehe. Doch wird sich der ganze Aufwand nach Abschluss der Arbeiten im Mai 2019, wenn nichts mehr dazwischen kommt, am Ende wirklich rechnen? Wird sich die Bexbacher City nachhaltig positiv entwickeln? Hier stellte Thomas Leis klar, dass man als Stadt die Rahmenbedingungen schaffen könne. „Die Bürger, die Gewerbetreibenden und die anderen Akteure müssen das dann mit Leben füllen.“ Da stimmte Pirrung zu: „Es gibt danach noch viel zu tun. Man soll nicht glauben, dass das Leben in die Stadt kommt, wenn man Straßen saniert. In dieser Situation sind wir nicht mehr. Deswegen müssen wir schauen, dass gerade die Kultur in der Innenstadt ihren Platz hat, wir müssen Aktivitäten in die Stadt ziehen.“