Saarpfalz-Gymnasium in Homburg mit neuer Mensa

Saarpfalz.Gymnasium : Ein Ort, an dem man gerne lernt

Der Kreis nahm 2,76 Millionen Euro in die Hand, um am Saarpfalz-Gymnasium eine Mensa und neue Klassenräume für die FGTS zu errichten.

Der Schulchor sang, die Stimmung war gelöst und die Brezeln am Büffet standen bereit – kurzum, es gab im Saarpfalz-Gymnasium etwas zu feiern. Es war die Einweihung des 1000 Quadratmeter umfassenden Mensa-Gebäudes, das zwar schon seit Anfang Januar in Betrieb ist, aber jetzt erst offiziell eingeweiht wurde. Natürlich haben die Schüler die neuen Räume schon in Beschlag genommen, wie das in Schulen nun mal so ist: kaum sind neue Räume da, schon sind sie voll.

Das Saarpfalz-Gymnasium ist im Laufe seiner Geschichte schon oft erweitert worden, wobei sich der große Schulhof als ergiebiges Bauland erwies, das nun aber immer mehr schrumpft, „wir müssen ihn umgestalten und auch den Basketball-Bereich wiederherstellen“, betonte Schulleiter Jürgen Mathieu. Das neue Mensa-Gebäude steht nun an der Stelle der ehemaligen Hausmeister-Wohnung und grenzt an die Ecke Obere Allee/Amselstraße.

Vor 30 Jahren hätten Stadtplaner noch behauptet, die Bevölkerung schrumpfe und die Kinderzahlen nähmen drastisch ab, also seien auch keine Neubauten mehr erforderlich, so Oberbürgermeister Schneidewind in seiner Ansprache, „doch das Gegenteil ist der Fall. Die Kinderzahlen nehmen insgesamt zwar ab, aber die Betreuungsmöglichkeiten haben sich völlig geändert. Wir haben Krippen dazubekommen, Ganztagskitas und Ganztagsschulen. Dafür brauchen wir Kantinen und zusätzliche Räume für die Nachmittagsbetreuung.“

Am Saarpfalz-Gymnasium hatte man schon zu Zeiten des ehemaligen Landrates Clemens Lindemann für den Mensa-Neubau gekämpft, zumal abzusehen war, dass die Schülerzahlen für die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) ständig anstiegen, „am Schluss war es so, dass von den 80 Kindern, die zu Mittag aßen, nur 60 in der vorhandenen Behelfs-Kantine Platz fanden, die übrigen 20 mussten in den Medienraum ausweichen“, erläuterte Schulleiter Mathieu, das sei „kein Zustand“ gewesen. In der neuen Mensa mit großer Küche und modernsten Hygienestandards könnten 120 Gäste gleichzeitig verköstigt werden, „das ist eine ganz andere Dimension.“

Mit dem Neubau, der funktional und „kein Prunkbau“ werden sollte, wurden gleich mehrere Raumprobleme innerhalb der Schule beseitigt, denn außer der großen Mensa im Erdgeschoss kamen im zweiten Stock noch zwei geräumige Klassenzimmer, ein Büro für die Aufsichtsperson, sowie zwei größere Räume für die FGTS hinzu, einer davon ist mit Spielen und einer Sitzbank ausgestattet.

Landrat Theophil Gallo, der den Saarpfalz-Kreis als Schulträger und damit den Geldgeber vertrat, hatte alle guten Argumente für den Ausbau der Schule auf seiner Seite: Bildung als höchstes Gut sei dem Kreis sehr wichtig, was man nicht nur am Saarpfalz-Gymnasium, sondern auch an der Ausstattung der übrigen Schulen des Kreises sehen könne.

Über 100 Millionen Euro habe der Saarpfalz-Kreis in seine Schulen gesteckt, seit sie vom Land in die Trägerschaft des Kreises gekommen seien. Es sei ein ständiger Kampf ums Geld: „Der Saarpfalz-Kreis ist in Saarbrücken seit jeher bekannt dafür, dass er immer am meisten für seine Schulen einfordert. Aber das sind für uns wirklich keine Luxusmaßnahmen“, betonte der Landrat, „an Schulen werden junge Menschen zu mündigen Staatsbürgern erzogen, die später im Leben Verantwortung übernehmen sollen“.

Dazu gehöre auch, so Gallo, dass sie in der Schule ein geeignetes Umfeld vorfänden, in dem sie gut lernen könnten. Dazu gehöre nun einmal eine gute Mensa, helle, große Klassenräume und ein angenehmer Ort für nachmittags.

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