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Rotary Club Homburg Saarpfalz näht Schutzmasken

Eine willkommene Spende : Schicke Masken mit Schriftkunst

Der Rotary-Club Homburg-Saarpfalz ließ künstlerische Gesichtsmasken mit Unterstützung der Kalligraphin Katharina Pieper herstellen.

Man kann aus der Not eine Tugend machen – und man kann aus Gesichtsmasken ein modisches Teil machen. Sogar ein künstlerisches, das man gerne trägt und mit dem man positiv auffällt. Es ist eben alles eine Frage der Gewohneheit. Gestern war es eine schicke Handtasche, heute eine schicke Gesichtsmaske.

So dachte man sich auch beim Rotary-Club Homburg-Saarpfalz, in dem einige Mitglieder die Sache konkret in die Hand nahmen und Schutzmasken nähten oder nähen ließen, um die Ausbreitung des Virus bestmöglich zu reduzieren. „Wir haben zu Hause nach passenden Stoffen gesucht, die sowohl dicht und elastisch sein sollten, die sich gut vernähen lassen und sogar die Möglichkeit bieten, sie zu beschriften“, erklärt Irene Özbek.

Dass sie beschriftet werden, ist in diesem Fall der künstlerische Effekt, denn die derzeitige Präsidentin des Rotary-Clubs Homburg -Saarpfalz ist die bekannte Homburger Kalligraphin und Schriftkünstlerin Katharina Pieper, die auf Gut Königsbruch ihre Ausstellung und ihr Atelier betreibt. „Die Masken wurden, sofern es das Muster des Stoffes zuließ, künstlerisch-kalligrafisch mit kurzen Sätzen oder einzelnen Worten beschriftet, die einen kleinen Lichtblick in diesen schwierigen Zeiten geben sollen“, erklärt Irene Özbek weiter. „Viel Glück“, „Bleib gesund“, „Achtsamkeit und Zuversicht“, aber auch ironische Botschaften wie „Mein Virus gehört mir“ sind auf den Gesichts masken zu lesen, „das sind Botschaften, die wir den Menschen weitergeben wollen“.

Genäht wurden die bisherigen 100 Masken von zwei professionellen Homburger Schneiderinnen und auch von Mitgliedern des Clubs in Heimarbeit. Die Schneiderinnen werden für ihre Arbeit aus der Clubkasse bezahlt, die Masken aber kostenlos abgegeben, 50 gingen bisher an die Pro Seniore-Einrichtung Hohenburg im Saarpfalz-Center, 50 an die Mitarbeiter der Homburger Tafel. „Natürlich sind die textilen Mund-Nasen-Masken nur behelfsmäßig, da die professionellen Vliesmasken und FFP2- und -3-Masken in den Krankenhäusern und Arztpraxen dringend benötigt werden. Trotzdem stellen auch sie einen Schutz vor Weitergabe des Virus dar. Wir geben Sie an Einrichtungen und Personen ab, die derzeit keinen Zugang zu professionellen Masken haben und für die ein Schutz vor Ausbreitung von großer Bedeutung ist,“ sagt Katharina Pieper im Gespräch mit unserer Zeitung.

Weitere Schutzmasken sind in Bearbeitung, denn der Bedarf sei sehr groß. „Die Leiterin der Pro-Seniore-Einrichtung hat uns gebeten, ob wir nicht noch mehr Masken liefern könnten. Denn in der Einrichtung gibt es rüstige ältere Leute, die bisher gerne ihre Einkäufe selbst gemacht haben. Denen fällt es zunehmend schwer, nur auf ihren Zimmern zu bleiben.“ Woran es derzeit mangele, sei nicht der Stoff, sondern die Gummizüge, „aber die kommen diese Woche“.

Wenn es eine Lockerung der bisherigen Ausgangsbeschränkungen geben wird, „dann wird das nur mit Masken möglich sein“, so Irene Özbek, „das wird mit Sicherheit eine der Bedingungen sein“. Was die selbst genähten Masken angehe, so seien sie auf alle Fälle besser als nichts und vor allem dann nützlich, wenn sich jeder daran halte, eine zu tragen. Außerdem gebe es ja nicht nur Corona-Viren, sondern auch die üblichen Erreger, die grippale Infekte hervorriefen, die man damit eindämmen könne. Die Textilmasken sollten allerdings jeden Abend mit Seifenlauge ausgewaschen und am Schluss mit einem Schwall kochendem Wasser übergossen werden, rät sie weiterhin.

Roland Best von der Tafel in Homburg freut sich über die gespendeten Schutzmasken für seine fleißigen Mitarbeiter. Links Katharina Pieper, rechts Irene Özbek. Foto: Pieper/Rotary Foto: Pieper Rotary

Der Rotary-Club Homburg-Saarpfalz freut sich sehr über Schutzmasken-Spenden, die gerne angenommen werden. Kontakt: stiftung@schriftkultur.eu (Katharina Pieper) bezeihungsweise unter der Telefonnummer  (0163) 4 84 44 37 (Irene Özbek).