Rainer Ruffing macht das Rennen

Bexbach. Rainer Ruffing von der CDU ist der neue erste Beigeordnete der Stadt Bexbach. Bei einer Enthaltung setzte er sich gestern Abend mit 18 gegen 14 Stimmen in der Sitzung des Bexbacher Stadtrates gegen seinen Mitbewerber Peter Leger von der SPD durch. Der 66-jährige Ruffing tritt damit die Nachfolge des zurückgetretenen Joachim Hoffmann an

Bexbach. Rainer Ruffing von der CDU ist der neue erste Beigeordnete der Stadt Bexbach. Bei einer Enthaltung setzte er sich gestern Abend mit 18 gegen 14 Stimmen in der Sitzung des Bexbacher Stadtrates gegen seinen Mitbewerber Peter Leger von der SPD durch. Der 66-jährige Ruffing tritt damit die Nachfolge des zurückgetretenen Joachim Hoffmann an. Der Wahl vorangegangen waren kurze Positionierung der Fraktionen von SPD und CDU. Horst Hornberger, Fraktionsvorsitzender der SPD, fand dabei anerkennende Wort für Hoffmann und zollte dessen Entscheidung zum Rückzug aus dem Amt Respekt. Gleichzeitig bemängelte er die fehlende Bereitschaft der CDU, bei Hoffmanns Nachfolge auf die SPD-Fraktion zuzugehen. So bliebe nur die Möglichkeit, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Ebenso kritisierte er schon vor dem Wahlgang die von ihm vermutetet erneute Zweckkoalition zwischen der CDU und der Linken. In der Tat lässt das Ergebnis der geheimen Wahl auf eine Mehrheit aus CDU, FDP, Grünen und Linken für den Kandidaten Ruffing schließen, entspricht die Stimmenzahl für Ruffing doch exakt der Zahl der Sitze dieser vier Parteien im Stadtrat. Alexander Funk bekräftigte vor dem Wahlgang erneut die Qualifikation Rainer Ruffings für das Amt des ersten Beigeordneten, da er als langjähriges Mitglied des Bexbacher Stadtrates und ehemaligem Chef der Arge Saarpfalz die nötige Kompetenz und Reichweite, auch über die Parteigrenzen hinweg, besitze. Nach Ruffings Wahl zeigte sich Funk erwartungsgemäß zufrieden. "Ich freue mich darüber, dass unser Vorschlag eine relativ breite Mehrheit im Stadtrat gefunden hat." Dieses Ergebnis sei eine Anerkennung der über 20-jährigen Tätigkeit Ruffings im Stadtrat. "Ich glaube, dass es eine gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Heinz Müller und dem Beigeordneten Wolfgang Imbsweiler geben wird." Funks SPD-Pendant Horst Hornberger sah sich nach der Wahl hinsichtlich seiner Einschätzung, die Linke würde Ruffings Wahl unterstützen, bestätigt, machte aber auch klar, dass dies kein Hinderungsgrund für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem neuen ersten Beigeordneten darstellen würde. "Rainer Ruffing ist seit Jahren ein fairer Partner hier im Stadtrat, das ist unbestritten. Und selbstverständlich streben wir eine sehr gute Zusammenarbeit und ein ordentliches Verhältnis an." Mit der Wahl von Rainer Ruffing endete die kurze Reihe der Abstimmungsniederlagen für die SPD-Fraktion allerdings gestern Abend noch nicht: Ebenfalls keine Mehrheit fand der Wunsch der Sozialdemokraten, die Bürgermeisterwahl schon im November 2010 anzusetzen. Stattdessen wird, wie von der CDU vorgeschlagen, am 20. März 2011 gewählt.