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Projekt „Dicke Eiche“ in Kleinottweiler abgeschlossen

400 Arbeitsstunden wurden ehrenamtlich erbracht : Projekt „Dicke Eiche“ in Kleinottweiler jetzt abgeschlossen

„Anlage einer Blüh- und Aufenthaltsfläche im Bereich der Dicken Eiche im Stadtteil Kleinottweiler“, so heißt das vom Saar-Umweltministerium geförderte Bürgerprojekt im Bexbacher Stadtteil Kleinottweiler.

Im Winter hatten der Ortsrat und die im Zuge des Dorfentwicklungsplanes Kleinottweiler entstandene AG Dicke Eiche den Zuwendungsbescheid von Staatssekretär Sebastian Thul (SPD) erhalten (wir berichteten). Fast 14 000 Euro für Sachleistungen standen den Bürgern zur Verfügung, die Arbeit wurde rein ehrenamtlich verrechnet. 370 Arbeitsstunden sollten erbracht werden, knapp über 400 wurden es. Kürzlich feierten Helferinnen und Helfer ein kleines Fest an der alten und neuen Eiche, heißt es in der Pressemitteilung.

Rund um den gekappten Torso der über 600 Jahre alten Eiche entstanden Blühflächen mit ökologisch sinnvoller Bepflanzung, also naturnah und vor allem insektenfreundlich. Sitzgruppen wurde aufgestellt und im Boden zementiert, ebenso wie große und kleine Info-Tafeln und ein Insektenhotel. Die Arbeiten sollten eigentlich im Juni beendet sein, aber der Corona-Lockdown legte die Gruppenarbeit lahm. Die Frist wurde verlängert, und so schafften es die Helfer der AG Dicken Eiche, des im März gegründeten Fördervereins Dorfleben Kleinottweiler und des Ortsrates sowie weitere engagierte Bürger bis Mitte September die Anlage fertig zu stellen.

Ortsvorsteher Daniel Heintz (SPD) hing am offiziell letzten Tag der Maßnahme gemeinsam mit dem beratenden Freiland-Forscher und Feld-Biologen Christoph Bernd sozusagen als letzter Schritt noch einige Nistkästen im Umfeld der alten Eiche (die nun als Totholz Insekten und Vögeln einen Anlaufpunkt bietet) und der im Frühjahr neu gepflanzten Traubeneiche auf. „Was hier die Dorfgemeinschaft geleistet hat, ist beachtlich, bedingt durch Corona und einen außerordentlich heißen und trockenen Sommer gab einige Tücken zu meistern, von der Terminplanung bis zu Bewässerung der neu gepflanzten Flächen“, betont Heintz, der im Ortsrat alle wichtigen Arbeitsschritte vorstellte und immer einstimmige Zustimmung fand.

Letzte Handgriffe bei einer Pflanzaktion. Foto: Daniel Heintz
Letzte Arbeiten an der Dicken Eiche. Foto: privat Foto: Daniel Heintz

Ein besonders Lob spendete Heintz seiner Stellvertreterin Nicole Herrmann, die bei der Vorbereitung des Bewerbungskonzeptes für die Förderung und bei der Abwicklung der Rechnungen und Arbeitsstunden-Organisation und -erfassung „tolle Arbeit geleistet hat“. Sie habe eng mit der Stadt Bexbach, die ja der eigentliche Empfänger der Zuwendung ist, zusammengearbeitet, vor allem mit Stadtentwickler Helmut Hary. WEgen Corona kann derzeit noch keine große Feier stattfinden. Gerne wollen die Kleinottweiler zu einem späteren Zeitpunkt neben Bürgermeister Christian Prech (CDU) auch Umweltminister Reinhold Jost (SPD) einladen, der maßgeblich dazu beigetragen habe, dass das Projekt auf den Weg kam, ebenso wie auch der ehemalige Ortsvorsteher Karl-Peter Ranker, so Daniel Heintz. Er bedankt sich auch für die gute Arbeit und Unterstützung der Aquis in Homburg.