Ortsrat Niederbexbach wählte seinen ersten Mann

Ortsratssitzung : Arnulf Fricker auch weiterhin Ortsvorsteher

Der Ortsrat Niederbexbach wählte den Sozialdemokraten erneut an die Spitze des Gremiums.

Die konstituierende Sitzung des Niederbexbacher Ortsrates und die Wahl des Ortsvorstehers und seines Stellvertreters am Mittwochabend brachten keine Überraschungen, aber immerhin zwei Kampfabstimmungen zwischen den beiden großen Parteien im Rat. Angesichts der absoluten Mehrheit der SPD war aber kein anderer Wahlausgang zu erwarten, als der, der sich dann ergab: Bei vier Sitzen für die SPD, zwei für die CDU und einem für die FDP erhielt der alte und nun wiedergewählte Ortsvorsteher Arnulf Fricker von der SPD vier Stimmen, sein Gegenkandidat Franz Hüther von der CDU drei Stimmen. Auch beim Stellvertreter Frickers gab es keine personelle Veränderung, auch in den kommenden fünf Jahren ist hier Norbert Schuth (SPD) in der Verantwortung für Niederbexbach. Er erhielt wie zuvor Arnulf Fricker in seinem Wahlgang vier Stimmen, Franz Hüther, der auch hier als Kandidat der CDU in den Ring stieg, drei Stimmen.

Die Zusammensetzung des Ortsrates im Detail: Für die SPD sitzen neben Arnulf Fricker Michael Baus, Hans Mentzel und Norbert Schuth im Rat, für die CDU Hartmut Feickert und Franz Hüther. Die FDP hat mit Dirk Schwitzgebel einen Sitz. Aus dem Rat verabschiedet wurden nach teils vielen Jahren Zugehörigkeit Carmen Hinsberger (nicht anwesend), Jörg Imbsweiler und Kurt Trautmann (nicht anwesend). Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis (SPD), der die konstituierende Sitzung leitete, würdigte ausdrücklich das Engagement der nun ehemaligen Ortsratsmiglieder.

Am Rande skizzierte der alte und neue Ortsvorsteher Arnulf Fricker, was aus seiner Sicht in den kommenden fünf Jahren in Niederbexbach ansteht. Fricker rückte da vor allem die Zukunft von drei Gebäuben in den Mittelpunkt, namentlich das frühere Feuerwehrgerätehaus (vom Roten Kreuz genutzt), die Bliestalhalle und das alte Schulhaus. „Das sind unsere Schwerpunkte, da suche ich Lösungen – aber zusammen mit der Bevölkerung. Da gibt es keine Einzelentscheidungen.“

Angesprochen auf die immer noch für den landwirtschaftlichen Verkehr gesperrte Betzenweg-Brücke, seit langer Zeit ein großes Thema im Ort (wir berichteten), sagte Fricker, dass man dieses Problem natürlich auf der Agenda habe, aber: „Das ist eine finanzielle Sache. Und ich beuge mich dem Stadtrat, wenn der sagt, dass wir kein Geld haben. Dann kann ich es auch nicht ändern.“ Man werde seitens des Ortsrats aber weiterhin nachfragen und an diesem Thema dranbleiben. Und auch in Sachen Vereinsleben wolle er sich weiter engagieren, um so die Gemeinschaft im Ort zu erhalten. „Ansonsten ist unser Dorf ja gut aufgestellt, wir sind zufrieden mit dem, was wir über die Jahre hinweg in kleinen und größeren Schritten gemacht haben.“ Hier sei er auch mit der Arbeit der Verwaltung in den zurückliegenden Jahren sehr einverstanden, „da herrscht eine gute Zusammenarbeit und ein guter Informtionsfluss. Natürlich können nicht alle unsere Wünsche immer direkt umgesetzt werden, gerade wenn es um finanzielle Aspekte geht.“ Eine entsprechende finanzielle Basis sei aber für die Umsetzung von Vorhaben schlichtweg unerlässlich, so Arnulf Fricker.