Neujahrsgrüße von 200 Stimmen

Vornehmliche kirchliche Musikliteratur stand auf dem Programm des Neujahrskonzertes des Stadt-Kulturverbands in der Bexbacher St. Martinskirche. Neben einer Fülle an Gesängen konnten sich die Zuhörer auch in rein instrumentalen Stücken verlieren.

Es war ein beeindruckendes Schauspiel, das sich da am Sonntag und nunmehr zum fünften Mal in der katholischen Kirche St. Martin in Bexbach bot: Der Stadt-Kulturverband Bexbach hatte zum großen Neujahrskonzert geladen und dafür immerhin 14 Chöre und Instrumental-Ensembles als Akteure gewinnen können (wir berichteten). Namentlich das Bläserquintett Quintessenz, der katholische Kirchenchor Oberbexbach, der MGV Liederkranz Frankenholz, das Bexbacher Chörchen, der Kirchenchor St. Barbara Oberbexbach, der evangelische Kirchenchor Oberbexbach, das Akkordeonorchester Niederbexbach, der protestantische Kirchenchor Bexbach , der gemischte Chor Niederbexbach, Voices Alive aus Niederbexbach, der MGV Höchen, der Männerchor Oberbexbach, der MGV Lyra Oberbexbach und der katholische Kirchenchor St. Martin Bexbach sorgten mal einzeln, mal in Chorgemeinschaft für einen wunderbar stimmungsvollen Abend.

Und als Norbert von Blohn, der Vorsitzende des Stadt-Kulturverbandes, vor dem letzten und gemeinsamen Lied aller Chöre sein Wort an die Gäste richtete, konnte man ihm seine Begeisterung für den gelungenen Abend im Gesicht ablesen. Ein Paradebeispiel für gelebte Gemeinschaft sei der Reigen der rund 200 Sängerinnen und Sänger.

Gehörten eben von Blohn die schließenden Worte des Neujahrskonzertes, so waren es Pfarrer Andreas Münck und Isolde Fernes-Blatt als musikalischer Leiterin des Konzertes, die die Gäste auf den Abend einstimmten. "Wir sind es gewohnt, das neue Jahr mit Feuerwerk und Böllern zu begrüßen. Das kostet einen Haufen Geld, macht Krach und viel Dreck", so Münck. "Es geht aber auch anders. Wir können das Jahr auch mit Musik und Gesang begrüßen." Dabei verbinde Singen und Musizieren "und es macht Freude. Und so soll es heute sein."

Zumindest zu Beginn etwas weniger aus freudigem Anlass wandte sich dann Isolde Fernes-Blatt an die Gäste. Sie kündigte an, dass aufgrund eines Trauerfalls der Felder'sche MGV Bexbach nicht auftreten könne. Und dass die Chorgemeinschaft aus evangelischem Kirchenchor Oberbexbach, katholischem Kirchenchor St. Barbara Oberbexbach, gemischtem Chor des MGV Liederkranz Frankenholz und Bexbacher Chörchen an diesem Abend im Gedenken an Gudrun Kullmann, die kürzlich verstorbene Vorsitzende des evangelischen Kirchenchors Oberbexbach, singe.

Danach gehörte die Pfarrkirche St. Martin ganz den Chören und Musikern. Auf dem Programm stand vornehmlich kirchliche Literatur. Den Auftakt machte dabei das Akkordeonorchester Niederbexbach, das, wie auch das Bläserensemble Quintessenz, immer wieder für rein instrumentale Konzert-Phasen sorgte.

Vor Beginn des Abends wertete Norbert von Blohn das Neujahrskonzert so: "Das ist der größte Tag des Stadt-Kulturverbandes." Es sei trotz der oft schwierigen Lage der Chorlandschaft gelungen, eine Vielzahl von Ensembles für den Abend zu gewinnen. "Aber natürlich kann ich nicht sagen, wie es mit der Chorlandschaft weiter geht. Deswegen bin ich sehr glücklich, dass dieses Neujahrskonzert zustande gekommen ist. Da freue ich mich riesig drüber!"