Neues Leben fürs Schulhaus

Höchen. Erste Veranstaltungen hat es bereits gegeben, hinter der endgültigen künftigen Nutzungs-Lösung stehen aber noch Fragezeichen: Die Rede ist vom alten Schulhaus in Höchen, das möglichst bald einem neuen Verwendungszweck dienen soll. Ein Dorfgemeinschaftshaus etwa stellen sich Ortsvorsteher Dr

Höchen. Erste Veranstaltungen hat es bereits gegeben, hinter der endgültigen künftigen Nutzungs-Lösung stehen aber noch Fragezeichen: Die Rede ist vom alten Schulhaus in Höchen, das möglichst bald einem neuen Verwendungszweck dienen soll. Ein Dorfgemeinschaftshaus etwa stellen sich Ortsvorsteher Dr. Karl-Heinz Klein und Investor Harald Schmitz vor - mit einem Geschäft, Gastronomie und Platz für Vereine (wir berichteten). "Unsere Schule wurde im Jahr 2005 geschlossen. In der Folgezeit stellte der Stadtrat eine Liste der in städtischem Besitz befindlichen Immobilien. Darin hieß es zum alten Schulhaus in Höchen: eventuell verkaufen", erzählte der Ortsvorsteher im Gespräch mit der SZ. Davon sei man in Höchen aufgeschreckt worden und aus der Ideenwerkstatt heraus entstand dann ein Konzept, was man mit dem Schulhaus machen könnte und wie es in städtischem Besitz zu halten wäre, "weil dort schließlich die Heimat unserer örtlichen Vereine ist". Dann trat Investor Harald Schmitz auf den Plan mit seinem Konzept. Räume für Vereine, Gastronomie und ein Geschäft sollen entstehen. Der Vertrag mit der Stadt ist längst unter Dach und Fach. "Die Stadt Bexbach hat die erste Etage des Schulhauses zurückgemietet, dadurch hat der Investor das Gebäude im Grunde mietfrei. Außerdem ist er verpflichtet, alle Umbauten in Eigenleistung zu erbringen", erläuterte Klein. Zur Zeit lägen noch nicht alle notwendigen Genehmigungen vor. Der Ortsvorsteher spricht von einer "gewissen Skepsis im Dorf", dass sich die Pläne realisieren lassen. "Auch bei mir ist eine leichte Skepsis vorhanden, es wäre einfach zu schön um wahr zu sein, wenn alles so kommen würde." Klein sieht für ein Lokal die beste Chance: "So was fehlt im Ort. Nur im Höcher Turm gibt es eine Gaststätte." Momentan gebe es noch bürokratische Hemmnisse, die den Fortgang der Konzept-Umsetzung verzögerten. Dass Schmitz Veranstaltungen organisieren könne, habe er beim Weihnachtsmarkt im Schulhaus bewiesen. Der war, so der Ortsvorsteher, "ein tolles Ereignis für den Ort und ein großer Erfolg. So eine Mischung aus Weihnachtsmarkt im Freien und Kunst im Gebäude, hat es bei uns noch nicht gegeben, den hat Schmitz hervorragend organisiert. Einige Höcher Vereine hätten daran teilgenommen, "keine berufsmäßigen Händler". Der Investor wolle auf jeden Fall in der warmen Jahreszeit etwas Derartiges wieder anbieten. Außerdem soll am alten Schulhaus ein Biergarten etabliert werden. Angesichts bürokratischer Hemmnisse meinte Klein, er habe zu Investor Schmitz schon Vertrauen: "Wenn es überhaupt einer schafft, das Konzept fürs Schulhaus umzusetzen, dann er." Bisher sei die Schule aber noch nicht entwidmet. Deswegen sei es auch extrem schwierig, eine Zeitachse anzugeben: "Ich hoffe und wünsche mir aber, dass das in den nächsten Wochen über die Bühne geht", sagte der Ortsvorsteher.Meinung

Große Chance für den Ort

Von SZ-Redakteur Ralph Schäfer Man kann den Ortsvorsteher verstehen, wenn er die Pläne für das alte Schulhaus als "zu schön um wahr zu sein" bezeichnet. Zu lange schon ist man in Höchen auf der Suche nach einer Verbesserung der dörflichen Infrastruktur. Nicht zuletzt deshalb bieten die Ideen von Investor Schmitz eine große Chance für den Ort. Das Schulhaus hätte dann alles, was der Ort begehrt. Nur: Papier ist halt geduldig und Pläne müssen umgesetzt werden, wenn sie den Bürgern etwas bringen sollen. Schon für die Dorfentwicklung würde man Investor Schmitz wünschen, dass er über Mittel und Wege verfügt, "sein" Dorfgemeinschaftshaus zu realisieren. Klar müsste in diesem Zusammenhang sicher eines sein: Liegt es nur an ausstehenden Genehmigungen, sollten die bürokratischen Mühlen in der Lage sein, wegen der Bedeutung des Projekts für den Ort auch mal schneller mahlen zu können als sonst üblich.