Naturwissenschaft zum Anfassen

Bexbach. Noch mehr Experimente und mehr Freude am Unterricht erwartet die Schüler der Gesamtschule Bexbach. Bei einer kleinen Feierstunde wurde gestern der neue naturwissenschaftliche Raum offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Kosten für die neuen Räumlichkeiten belaufen sich auf annähernd 130 000 Euro

Bexbach. Noch mehr Experimente und mehr Freude am Unterricht erwartet die Schüler der Gesamtschule Bexbach. Bei einer kleinen Feierstunde wurde gestern der neue naturwissenschaftliche Raum offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Kosten für die neuen Räumlichkeiten belaufen sich auf annähernd 130 000 Euro. Der mit modernster Technik ausgestattete Saal kann sowohl für den Chemie- als auch für den Biologie- und Physikunterricht genutzt werden. Darüber hinaus dienen die beiden Nebenräume als Vorbereitungsräume für die Fächer Chemie und Physik. Mit dem neuen Raum komme man jetzt "weg von der Kreidezeit in der Chemie hin zu Experimenten für Kinder", stellte Schulleiterin Gaby Schwartz die Bedeutung des Saales für die Schule heraus. Für Chemielehrer Jürgen Hock ging beim Anblick seines neuen Arbeitsbereiches ein Traum in Erfüllung. Die Schülerarbeitstische lassen sich umstellen und somit für besondere räumliche Situationen und Gruppenarbeiten besser nutzen. Darüber hinaus sind alle Arbeitsplätze mit Strom, Wasser und Gasbrenner für Experimente optimal ausgestattet. Um die bei Experimenten eventuell auftretenden Schadstoffe besser ableiten zu können, wurde im Raum auch ein mobiler Abzug eingebaut. Für die Schüler sieht Jürgen Hock aufgrund des neu eingerichteten Chemiesaales große Vorteile durch "learning by doing". So hätten sie hier alle Möglichkeiten, die Naturwissenschaften zu nutzen. "Sie können handwerklich selbst mehr arbeiten und haben dadurch mehr Bezug zum Unterrichtsfach." Mit den Experimenten, die sie in Zukunft durchführen könnten, bekämen die Schüler auch einen Zugang zu einem späteren Beruf, fügte der Chemielehrer hinzu. Als Beispiele nannte er Berufe wie Laborantin oder Arzthelferin. Wie ein Versuch funktioniert, demonstrierten sowohl Schüler der sechsten Klasse und die Mitglieder der Chemie-AG unter Leitung von Chemielehrerin Rita Fell. Dabei zeigte das Nanu-Team Lea, Natasha und Jennifer den gespannten Besuchern, wie man "Elefantenzahnpasta" herstellt. Mit solch einer Ausstattung mache der Unterricht ja noch mehr Spaß, meinte ein überraschter Landrat Clemens Lindemann. "Ein toller Experimentierraum", konstatierte auch Bürgermeister Heinz Müller, der die physikalischen Versuche der Schüler um Physiklehrerin Karin Burkhardt mit dem Elektromagneten und dem heißen Draht aufmerksam verfolgt hatte. "Weg von der Kreidezeit in der Chemie hin zu Experimenten für Kinder." Gaby Schwartz