Naturnah gezeichnete Landschaft

Frankenholz. Unter dem Titel "Naturnähe" wurde im Martin-Niemöller-Haus in Frankenholz eine Ausstellung mit Arbeiten von Dieter Trost eröffnet. Sie umfasst Arbeiten aus drei Jahrzehnten und in völlig unterschiedlichen Arbeitstechniken

Frankenholz. Unter dem Titel "Naturnähe" wurde im Martin-Niemöller-Haus in Frankenholz eine Ausstellung mit Arbeiten von Dieter Trost eröffnet. Sie umfasst Arbeiten aus drei Jahrzehnten und in völlig unterschiedlichen Arbeitstechniken. Pfarrerin Sabine Graf freute sich, dass mit Dieter Trost ein Künstler gewonnen wurde, der nicht nur Einblick gibt in einen langen Zeitraum seines Schaffens, sondern auch in die unterschiedlichen Mittel, mit denen er seine Sichtweisen umsetzte. Sabine Graf und Ruth Engelmann-Nüninghoff begrüßten die Gäste der Vernissage. Mit Dieter Trost stelle ein Künstler im Martin-Niemöller-Haus aus, der seine Arbeitstechniken in einer anerkannten Einrichtung erlernt und immer wieder variiert habe. Der Zeitraum, aus dem die Arbeiten der Ausstellung "Naturnähe" stammen, beginnt mit dem Jahr 1982. Damals entstanden die Radierungen, die durch die Kirchen von Salzburg und von Florenz bestimmt werden. Federzeichnung und Kreide sind die Techniken, mit denen Dieter Trost 1986 die "Anhäuser Mauer" umsetzte. Anfang der 80er Jahre gab er ausdrucksstark mit Grafitstift das Holstentor in Lübeck wieder. Werden diese Bilder von zarten bis kräftigen Schwarz-Weiß-Kontrasten bestimmt, so wählte Trost in den neunziger Jahren Pastell- und Aquarelltechnik. Ende der Neunziger entstanden die Aquarelle mit zauberhaften Blicken in die Toscana, Szenen aus Frankreich und Blicke auf den Altschlossfelsen. Im Jahr 2005 datieren drei Bilder mit Impressionen der Insel Sylt, auf die der Blick des Betrachters sogleich fällt, wenn er das Martin-Niemöller-Haus betritt. 2007 kam eine neue, zeittypische Technik dazu. Dieter Trost setzte seine Bilder "Matutin" und "Sisput" mit den Mitteln digitaler Grafik um. Aber wenn der Griff zu dieser neuen Art der Realisierung seiner Ideen erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts möglich war, so bewahrte Trost aber auch hier seine Vorliebe für das Orientieren am Gegenständlichen, ohne indessen reine Abbildungen zu schaffen. In seinem Einführungsvortrag ging der Künstler neben einem Überblick über die von ihm gewählten Techniken auch auf die im Lauf der Geschichte wechselnde Wertigkeit der Arbeit von Malern, Zeichnern oder Bildhauern ein.

Zur PersonDieter Trost ist Absolvent der Werkkunstschule Saarbrücken. Der aus St. Ingbert stammende Künstler war als Lehrer für das Fach Bildende Kunst am Neunkircher Gymnasium am Krebsberg bis zum Jahr 1997 tätig. Neben seiner Lehrtätigkeit setzte er sein bildnerisches Schaffen fort. Die Ausstellung im Martin-Niemöller-Haus ist bis Ende des Jahres zu sehen. smi