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Nachfolger für Cityfest in Bexbach gesucht

Kostenpflichtiger Inhalt: Ersatz für Cityfest : Bexbach will Stadtfest neu aufstellen

In der Höcherbergstadt fand ein erstes Treffen nach dem Aus des Cityfestes statt. Wie geht es jetzt weiter?

Das Cityfest ist tot, es lebe das Blumengarten-Fest! Oder doch ein neues Cityfest? Oder ein Bexbacher Stadtfest? Diese Fragen und noch einige mehr standen am Mittwochabend noch unbeantwortet im Raum, als Bexbachs Bürgermeister Christian Prech (CDU) kurz nach 19 Uhr das Treffen mit Vertretern aus der Bexbacher Vereins-, Gewerbe- und Gastronomielandschaft schloss.

Im Oberbexbacher Volkshaus hatten sich Vertreter der Verwaltung der mit denen getroffen, die einen Nachfolger des aus Kostengründen aufgegebenen Cityfestes tragen sollen. In diesem ersten Gespräch wollte Prech seine Überlegungen für ein neues Fest in der Stadt vorstellen. Prechs Diskussionsgrundlage: ein Fest, vorzugsweise im Blumengarten, ausgerichtet von Bexbachern für Bexbacher, ausgestaltet von Bexbacher Vereinen, Gewerbetreibenden und Gastronomen – und das Ganze an dem Termin im Juni, an dem auch das alte frühere Cityfest stattgefunden hat, allerdings nur noch an zwei Tagen statt bisher an dreien. Ein wichtiger Eckpunkt in Prechs Überlegungen dabei war auch eine moderate Standgebühr für die Standbetreiber. Gerade die habe aufgrund ihrer zu großen Höhe, so Prech, in der jüngeren Geschichte des nun der Vergangenheit angehörenden Cityfestes für Unmut bei den Festbeschickern geführt. Viele Vereine hätten sich deswegen nicht mehr eingebracht.

Das soll nun alles anders werden. Aber wie? Darüber gab es am Mittwochabend – erwartbar – noch keinen Konsens. Vor allem die Frage, wo ein neues Bexbacher Fest stattfinden soll, wurde ausgiebig diskutiert. Hier konnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dass ein Veranstaltungsort Blumengarten wohl eher schwer zu vermitteln sein wird, gleichwohl Christian Prech und Messeleiter Volker Wagner für ihren bevorzugten Vorschlag einige Argumente ins Feld führten. „Seitens der Verwaltung wäre der Blumengarten schon etwas favorisiert“, so Prech, „da die dort bestehende Infrastruktur zu einer Kostenreduzierung führen würde.“ Inhaltlich könnte man schon Freitag das Fest dort aufbauen. Am Samstag dann sei auch die Möglichkeit gegeben, dass sich der Bexbacher Gewerbeverein selbst mit einbringen könne, „mit einer Art von Gewerbeschau“. Die weitere Gestaltung des Festes obliege dann den teilnehmenden Standbetreibern. Auch gebe es Musik und denke man auch wieder über ein Höhenfeuerwerk nach. Am Sonntag dann könnten sich die Bexbacher Vereine präsentieren. „Und es wäre auch schön, die Grillmeisterschaft dann durchzuführen“, so Prech weiter.

Inhaltlich wurden diese Vorschläge Prechs und seiner Verwaltung am Mittwochabend kaum diskutiert. Vielmehr rückte die besagte Frage nach dem Veranstaltungsort in den Mittelpunkt. Eva-Maria Scherer, die Ortsvorsteherin von Höchen und Vorsitzende des Fördervereins „Unser Höchen“, sprach sich ganz klar für die Innenstadt als Schauplatz eines neues Bexbacher Festes aus. „Ein Stadtfest würde Bexbach gut tun. Und meiner Meinung nach gehört ein solches Stadtfest in die Stadt. Der Blumengarten ist mit Sicherheit eine schöne Location. Aber da braucht man andere Konzepte.“ Mit dieser Einschätzung stand Scherer nicht allein. So nannte Carmen Hinsberger, ihr Sohn betreibt die „Funzl“, die Idee eines Blumengartenfestes „so was von oldschool“. Dirk Vogelgesang, der für mehrere Vereine sprach, gab zu bedenken, dass man erst ermitteln müsse, welcher Veranstaltungsort welche Kosten mit sich bringe.

Eben die Kosten, namentlich die für die Vereine, trieben Jörg Omlor, den Vorgänger von Volker Wagner als Messeleiter, um. Er bezweifelte nachdrücklich, dass der als mögliche Standgebühr genannte Betrag von 150 Euro realistisch sei. So sei aus seiner Sicht mit den so eingenommenen Mitteln ein solches Fest nicht kostendeckend zu betreiben. Hier entgegnete Christian Prech, dass man natürlich zusätzlich auf Sponsoren angewiesen sei.

Vor dem Hintergrund dieser grundsätzlichen Diskussionen war am Mittwochabend kein handfestes Ergebnis zu erwarten, immerhin brachte eine nicht repräsenative Abstimmung unter den zahlreichen Teilnehmern die Erkenntnis, dass die Innenstadt als Veranstaltungsort wohl lieber gesehen werde.

Am Mittwochabend sprachen sich die meisten Diskussionsteilnehmer für die Innenstadt als künftigen Veranstaltungsort für das Stadtfest aus. Foto: Thorsten Wolf

Nun sind die örtlichen Vereine selbst am Zug: Mit einer Abstimmung zum Veranstaltungsort und zur Frage, ob das Fest am Freitag und Samstag oder am Samstag und Sonntag durchgeführt werden soll, soll bis Ende Februar eine Grundlage für alle weiteren Planungen geschaffen werden. Was die Verwaltung auf jeden Fall nun schon mal auf ihrer Habenseite verbuchen kann, das ist die rege Teilnahme an der Veranstaltung vom Mittwoch – ein substanzielles Interesse an einem Cityfest-Nachfolger scheint zu bestehen.