Mehr Blechschäden und weniger Alkohol

Mehr Blechschäden und weniger Alkohol

Die Unfälle in Bexbach haben leicht zugenommen und folgen einem bundesweiten Trend: Es gibt zwar mehr Blechschäden, aber nicht mehr Personenschäden. Das ist positiv, aber dennoch kein Anlass zur Freude.

Anlässlich der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik in Bexbach , hatte die Homburger Polizeichefin Alexandra Besse auch die Unfallzahlen von 2015 parat. Tatsache ist, dass in Bexbach die Unfallzahlen von 2014 auf 2015 leicht angestiegen sind - von 393 auf 447. Dabei nahm allerdings die Zahl der Sachschäden zu - von 342 auf 396 -, während die Zahl der Personenschäden gleich blieb, nämlich bei 51. Ein Verkehrstoter im vergangenen Jahr ist in Bexbach zu beklagen, dazu sieben Schwerverletzte . 2014 gab es ebenfalls einen Toten und acht Schwerverletzte . Die Leichtverletzten stiegen von 59 (2014) auf 61 (2015) an. Die Unfallfluchten bleiben nahezu gleich: 128 beziehungsweise 129 im vergangenen Jahr. Die Aufklärungsquote liegt bei 25 Prozent, vor zwei Jahren war sie etwas besser, bei über 30 Prozent. "Hier kommt es darauf an, ob es Zeugen gibt und wie belastbar deren Aussagen sind", betont Polizeichefin Besse, "aber wenn niemand etwas sieht und die Spuren, die der Unfallverursacher hinterließ, gering sind, ist es schwierig, die Flüchtigen zu identifizieren".

Erfreulicherweise gingen die Alkoholunfälle deutlich zurück, von 12 in 2014 auf sieben in 2015. Und wo passieren die meisten Unfälle? Auch hier spricht die Statistik eine deutliche Sprache.

Beim Abbiegen und Wenden läuft man das größte Risiko, dass es knallt, denn auf diese Manöver fallen 13 Prozent der Unfälle in Bexbach . "Da ist komplexe Aufmerksamkeit gefragt", erklärt Expertin Besse, "und die Gefahr ist groß, dass man etwas übersieht." Danach folgt, allerdings in großem Abstand, die Missachtung der Vorfahrt, auf die 10,5 Prozent aller Unfälle fallen, gefolgt von Auffahrunfällen mit 3,8 Prozent. Ein Problem, das sehr oft von Anwohnern angeführt wird, wenn es um Klagen über den Verkehr geht, ist die Geschwindigkeit. Doch auch hier entspricht die Statistik nicht der "gefühlten Wahrheit", denn nur 1,1 Prozent der Unfälle, die in Bexbach im Jahr 2015 passiert sind, lassen sich auf zu hohes Tempo zurückführen. Bürgermeister Thomas Leis lobte in diesem Zusammenhang die gute Arbeit der Jugendverkehrsschule in Bexbach .