Man lebt gerne da, wo Arbeit ist

Warum lebt man gerne in Bexbach? Um gut leben zu können, muss man erst einmal Geld verdienen. Am besten in ortsnahen Firmen, denn das spart Zeit und Fahrtkosten. Deshalb bemüht sich Bürgermeister Thomas Leis, Ansiedlungen und damit neue Arbeitsplätze nach Bexbach zu holen. Darin kennt er sich aus, denn das war vor seinem Bürgermeister-Amt sein Hauptarbeitsgebiet.

Ein Ort ist immer dann attraktiv, wenn es dort auch Arbeitsplätze gibt. Oder, wie es Bürgermeister Thomas Leis formuliert: "Wir müssen den Jugendlichen, die in Bexbach aufwachsen und zur Schule gehen, auch eine berufliche Perspektive bieten können, damit sie bei uns bleiben, bei uns Arbeit finden - und nicht auswandern müssen." Er weiß, wovon er spricht, nicht nur, "weil ich selbst Kinder habe, auf die das zutrifft", sondern, "weil ich vor meiner Zeit als Bürgermeister aktiv an der Förderung des Wirtschaftsstandortes Bexbach mitgewirkt habe".

Wenn man sagen kann "ich lebe gerne in Bexbach ", dann sollte man auch sagen können "weil ich hier auch Arbeit finde", so Leis. Natürlich habe Bexbach es nicht einfach, sich zwischen den beiden Städten Homburg und Neunkirchen zu positionieren, das gelte nicht nur für die Kaufkraft in der Innenstadt, sondern auch für die Arbeitsplätze . "Wir müssen deshalb auf Nischen und kleinere Firmen setzen", betont Leis. Das sei vor allem im Saarpfalz-Park hervorragend gelungen. Als die Bundeswehr abzog, seien mit einem Schlag sehr viele feste Arbeitsplätze weggefallen. Es sei gelungen, die verloren gegangenen Arbeitsplätze wieder langsam aufzubauen: "Heute haben wir auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände 86 Firmen ansiedeln können. Die reichen von Hightech bis Handwerk. Der Saarpfalz-Park ist mit seinen 1100 Beschäftigten mittlerweile der größte Arbeitgeber in Bexbach ." Auch hätten sich einige Firmen in Bexbach niedergelassen, "von denen man international etwas hört, während sogar einige Bexbacher sie noch nicht einmal wirklich kennen." Zum Beispiel die Schokoladen-Fabrik Fuchs & Hoffmann, die Vorprodukte für große Schokoladenkonzerne liefert, die jeder kennt. Oder die KD Pharma mit ihren Omega 3-Lösungen, die in der Alzheimer-Therapie eingesetzt werden.

Auch das Interesse, sich im Big, dem Gewerbegebiet an der Autobahn, anzusiedeln, bekommt wieder Schwung: "Wir erwarten da in nächster Zeit eine größere Firma." Allerdings habe hier nicht die Stadt Bexbach das Sagen, sondern die Gesellschaft Saarland Bau- und Boden, die auch das Zunderbaum-Gelände vermarktet.

Das Gebiet am Zunderbaum sei für Bexbach auch wichtig, "auch wenn es auf Homburger und Kirkeler Gemarkung liegt, bietet es doch auch für Bexbach neue Arbeitsplätze ."

Um mit den Unternehmen im Gespräch zu bleiben und die Kontakte immer wieder neu zu beleben, nutzt Thomas Leis den Unternehmerabend, an dem die größeren Firmen mit ihm an einem Tisch sitzen und ihre Wünsche äußern können. Besonders freue ihn, "wenn Positives zurückkommt".

Ebenso wichtig wie die Firmen sei auch der Gewerbeverein, der sehr aktiv sei. "Es freut mich, dass wir wieder genügend Leute haben, um die Gewerbemesse Hagedi stemmen zu können. Das zeigt den Bexbacher Bürgern, dass am Ort von Handwerk bis Gewerbe alles vorhanden ist, was man braucht."

Der Bexbacher Bürgermeister Thomas Leis war viele Jahre in der Wirtschaftsförderung tätig. Foto: Thorsten Wolf. Foto: Thorsten Wolf

Im Stadtrat wurde vor zwei Wochen beschlossen, das Gewerbegebiet Am Stockwäldchen in Richtung Höchen zu erweitern. Auch hier gibt es schon Interessenten. In Bexbach tue sich was, "nicht nur in der Innenstadt, sondern auch drumherum entwickelt sich viel Positives", betont der Bürgermeister.