Lotsenservice Mobisaar sucht noch Helfer und Kunden

Lotsenservice Mobisaar sucht noch Helfer und Kunden

Den Begleitservice Mobisaar gibt es jetzt auch in Bexbach. Die Idee ist es, dass Ehrenamtliche Menschen helfen, die nicht alleine Bus und Bahn fahren können. Noch werden in Bexbach Helfer und Hilfsbedürftige gesucht.

Immer mehr Menschen benötigen Hilfe beim Bus- und Bahnfahren. Der Begleitservice Mobisaar, der bis 2020 im ganzen Saarland eingeführt werden soll, will sie dabei mit Mobilitätslotsen unterstützen. Am Montag stellten der Bexbacher Bürgermeister Thomas Leis (SPD ) und einige Projektträger das Angebot in Bexbach vor. Angesprochen waren sowohl potenzielle Kunden als auch Personen, die sich als Lotsen ehrenamtlich engagieren wollen. Denn sowohl Helfer als auch Hilfsbedürftige werden noch gesucht.

Mobisaar ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Partner. Unter anderem sind der Sozialverband VdK Saarland, die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Pro Ehrenamt, die Bahnhofsmission, die Saarbahn und das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft Saarbrücken beteiligt.

Der Mobisaar-Service richte sich an Menschen, die nicht allein mit Bus oder Bahn fahren können oder wollen, weil sie beispielsweise auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, schlecht sehen oder hören, oder einfach unsicher sind, erläuterte Kristina Lemke von der LAG Pro Ehrenamt.

Sie könnten kostenlos Mobisaar-Lotsen buchen, die bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel helfen und sie auf ihren Wegen, zum Beispiel zum Arzttermin, Friseur- oder Verwandtenbesuch, begleiten, erklärte Kathleen Schwarz, eine Mitarbeiterin des Sozialforschungsinstitutes. Die Lotsen würden bei der Orientierung und beim Fahrkartenkauf helfen. Sie würden die Routen planen, und beim Ein-, Aus- und Umsteigen helfen. Auf Wunsch könne der Lotse auch von Tür zu Tür begleiten, erklärte Schwarz. Derzeit beschäftige Mobisaar insgesamt 30 hauptamtliche Lotsen. Außerdem seien sechs Ehrenamtler im Einsatz.

Man brauche also durchaus noch freiwillige Helfer, aber auch Kunden , erklärte Ingrid Wacht vom VdK.

Mobisaar ist Nachfolger von Mobia. Bei diesem Projekt wurden von 2012 bis 2015 im Regionalverband Saarbrücken die ersten Lotsen im Öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt. Seit April 2016 wird der Lotsendienst von Mobisaar im Regionalverband Saarbrücken angeboten. Im Saarpfalz-Kreis gibt es den Service seit September 2016. 2017 soll das Projekt auf Neunkirchen und Saarlouis ausgeweitet werden. Bis 2020 wird das Projekt vom Bundesforschungsministerium finanziert. Die Projektträger hoffen auf eine Verlängerung.

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