Letzte Arbeiten in der Bahnhofstraße

Letzte Arbeiten in der Bahnhofstraße

Ein Jahr wurde in der Bexbacher Bahnhofstraße gearbeitet, nun rückt die Eröffnung näher. Ende Mai sind die meisten Arbeiten fertig, im Juni soll die neugestaltete Straße freigegeben werden. Die Stadt habe das Ihrige getan, so Bürgermeister Leis. Nun sei es an den Bürgern, die neue Meile mit Leben zu erfüllen.

Bevor Bexbach eine Chance habe, auch als Einkaufsstadt wahrgenommen zu werden, müssten erst einmal die Innenstadt beruhigt und eine Art Flaniermeile geschaffen werden, so lautet seit Jahren die Empfehlung der Städteplaner, die Bexbach schon mehrfach unter die Lupe nahmen.

Und so wurde vor drei Jahren mit großer Zustimmung des Stadtrates beschlossen, das Steuer herumzureißen und die vom Durchgangsverkehr geplagte Innenstadt zu beruhigen und zu verschönern.

Der erste fertige Abschnitt des Großprojektes mit dem Namen "Aktive Stadt" war vor einem Jahr der Aus- und Umbau der Güter- und Ladestraße, der nicht primär der Verschönerung diente, sondern vor allem deshalb entstand, weil der Verkehr um den Stadtkern herum geleitet werden musste.

Nun nähert sich aber der zweite Abschnitt des Innenstadt-Umbaus dem Ende - und hier kommen sehr wohl Verschönerungsdetails zum Tragen, denn es geht "um die "Steigerung der Attraktivität der Innenstadt", wie Bürgermeister Thomals Leis erläutert.

"Es gibt eine neue LED-Straßenbeleuchtung, Kleinpflaster auf den Wegen, Bäume, Sitzbänke und Fahrradstellplätze", erklärt Georg Zintel, Bereichsleiter für technische Dienste, der jedes Detail der 250 Meter langen Straße kennt. Das meiste davon ist schon vorhanden, nur noch ein paar Kleinigkeiten müssen fertiggestellt werden, "Verbundsteine, die letzte Teerdecke, der barrierefreie Zugang - wir werden Ende Mai zwar mit den meisten Arbeiten fertig, aber offiziell können wir die Straße erst im Juni freigeben", so Zintel. Wunschtermin für Bürgermeister Thomas Leis : "Im Juni beim Cityfest".

Der Bauabschnitt Bahnhofstraße, der von Juni 2015 bis Juni 2016 dauert, kostet 1,5 Millionen Euro, wovon 66 Prozent der Kosten vom Land zugeschossen wurden, aus dem Topf "Städtebauförderung ", "denn wir als arme Stadt Bexbach hätten das finanziell nie allein stemmen können", so Leis. Um so froher sei er jetzt, "dass der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten wurde und die große Mehrheit der Bexbacher Bürger hinter dem Umbauprojekt steht." Was er allerdings auch betont: "Wir als Stadt können nur den Rahmen liefern, beleben müssen die neue Meile die Bexbacher Bürger und Geschäftsleute, die Restaurantbesucher und auch Gäste von auswärts, auf die wir hoffen." Bei einem Bummel durch die künftige Einbahnstraße wird allerdings klar, dass hier das größte Problem liegt, denn die Leerstände sind auffällig, ebenso Bausünden aus den 70er Jahren, Häuser, die dringend renoviert werden müssten und ein schäbiges, unbebautes Grundstück gegenüber einer gepflegten Modeboutique. Es gibt also noch viel zu tun in Bexbach .

Zum Thema:

Trotz Verschönerung: Bausünden, Lücken und Leerstände bleiben auch nach dem Straßenumbau sichtbar.
Bürgermeister Thomas Leis (links) und sein Team für die Bauprojekte: Georg Zintel, Helmut Hary und Thomas Schneider (von links).

Auf einen Blick Bei der Reihe "SR Fernsehen vor Ort" können die Besucher die TV-Macher treffen. Am Freitag, 20. Mai, ab 16 Uhr, ist die Sendung in Bexbach zu Gast. Moderatoren stehen auf dem Aloys-Nesseler-Platz für Gespräche bereit. Mediengestalter und Kamera-Reporter geben Einblicke in ihren Berufsalltag. Um 18.15 Uhr startet dann die Unterhaltungs-Show "SR Fernsehen vor Ort - Wir in Bexbach " mit Geschicklichkeits- und Ratespielen. red