Ortsrat Kleinottweiler: Kein Verständnis für Stadtrat Homburg

Ortsrat Kleinottweiler : Kein Verständnis für Stadtrat Homburg

Ortsrat Kleinottweiler hat beim geplanten Autobahnanschluss Ost eine andere Meinung als die Kreisstädter.

Für Dienstagabend hatte Ortsvorsteher Daniel Heintz (SPD) zu einer weiteren Sitzung des Ortsrat  Kleinottweiler eingeladen. Gekommen waren neben allen Ortsräten auch Einwohner und der Biologe  Christoph Bernd. Zunächst drehte sich die Diskussion um einen Wendehammer in der Straße Am Heidehügel, der häufig zugeparkt sei, wie ein Anwohner berichtete. Die Stadt Bexbach habe bei der Planung einfach zu wenig Parkraum berücksichtigt. Über verschiedene Lösungen wie das Aufstellen von Parkverbotsschildern wurde diskutiert. Heintz versprach, sich um das Problem zu kümmern.

Dann ging es ein weiteres Mal um die geplante Autobahnzufahrt Homburg-Ost. In der vergangenen Sitzung wurde bereits von beiden Fraktionen (SPD und CDU) für die Variante eins plädiert, einen Autobahnanschluss direkt an der bestehenden Brücke über die Straße zwischen Reiskirchen nach Jägersburg. Die Variante zwei durch den Erbacher und Jägersburger Wald sei sehr teuer, aufwendig und koste sehr viel Wald, meinte Heintz. Der Stadtrat in Homburg habe sich aus „lobbyistischen Gründen“ dafür entschieden. Die Stadt Bexbach sei auch für die Variante eins, könne Homburg aber nicht einfach so überstimmen. Der Ortsvorsteher geht davon aus, dass die Beschlussvorlage pro Variante eins vom Ausschuss und dem Stadtrat in Bexbach angenommen werde.

Marco Bormann (SPD) meinte, der Homburger Stadtrat würde die Sache so lange rauszögern, weil er darauf spekuliere, dass am Ende gar nichts gebaut werde. Klar war am Ende der Diskussion, dass sich der Ortsrat einstimmig für die Beschlussvorlage der Variante eins aussprach.

Danach ging es um die Fichten, die zwischen Friedhof und und der Landstraße stehen. Das Landesamt für Straßenbau (LfS) möchte, dass die Bäume gefällt werden, weil sie zu sturmanfällig seien. Die Frage sei nur, wie man das Gelände danach sinnvoll bepflanzen können. Dazu wurde Christoph Bernd angehört, der zunächst die Einschätzung des LfS bestätigte. Nach der Fällung der Bäume sollte man dort eine „mehrzeilige Hecke“ anlegen, also niedrig wachsende Bäume und Sträucher wie Weißdorn, Holunder oder Liguster. In der ernstzunehmenden Biodiversitätskrise, die wir derzeit erlebten, würden die Pflanzen für Blüten und Früchte sorgen und somit einen hohen ökologischen Wert besitzen. In mehreren Reihen angepflanzt bildeten die Sträucher einen guten Schallschutz und Feinstaubfilter. Der Pflegeaufwand der Hecke sei minimal. In der nächsten Sitzung soll es zu diesem Punkt eine Beschlussvorlage geben.

Was den Weihnachtsmarkt am 21. Dezember betrifft, ändert sich nicht viel im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Es wird acht Stände geben und das traditionelle Karussell. Anschließend berichtete Manfred Dörner von der Arbeitsgruppe „Dicke Eiche“ vom Voranschreiten der Arbeiten rund um das Naturdenkmal. Dort soll eine mittelgroße Parkanlage errichtet werden (wir berichteten). Es habe zwar lange gedauert, bis der Zuschuss vom Land gekommen sei, dann aber seien die Arbeiten gut vorangekommen. Die Erde um die Dicke Eiche herum sei abgebaggert worden. Einige Angebote für Mutterboden, Schotter und Sand wurden eingeholt. Eigentlich habe man noch dieses Jahr aussäen wollen, jetzt müsse man das aber wohl auf Februar verschieben. Die Zeit dränge aber, da bis Ende Mai die Arbeiten abgeschlossen sein sollten. Außerdem könne man aufgrund der Straßenbaumaßnahmen in Kleinottweiler nur noch bis zum 29. November mit Lkw an die Dicke Eiche ranfahren.

Am Ende seiner Sitzung beschloss der Ortsrat Kleinottweiler schließlich, dass der Neujahrsempfang am Samstag, 25. Januar, stattfinden wird. Zunächst wird in der protestantischen Kirche um 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, anschließend gibt es den Empfang im Gemeindesaal.