In Bexbach wurde am Wochenende das Cityfest gefeiert

Cityfest in Bexbach : Feiern mit Leckerbissen auf der Bühne

Das Bexbacher Cityfest kämpfte beim Auftakt mit dem Wetter, am Samstag fanden dann bei besten Bedingungen zahlreiche Menschen den Weg in die Innenstadt. Gefeiert wurde mit viel Musik unterschiedlicher Stilrichtungen.

Ein dem Wetter geschuldeter, recht schwacher Auftakt-Freitag, ein gut besuchter Samstagabend, bis zum Sonntagmorgen zwei polizeirelevante Schlägereien, eine großer Vergnügungspark und ein abwechslungsreiches Programm in Sachen Musik und Kulinarik, das waren bis zum Schluss-Sonntag die Eckpunkte des diesjährigen Bexbacher Cityfestes.

Festbetreiber Thorsten Bruch, zusammen mit dem Kultur- und Verkehrsverein Bexbach Veranstalter, zeigte sich vor dieser Kulissen am Samstagabend und am Rande des Konzerts der Band Fused auf dem Aloys-Nesseler-Platz alles andere als schlecht gelaunt, auch wenn er die eher wenigen guten Seiten der Veranstaltung bis zu diesem Zeitpunkt nicht kleinredete. „Wir haben momentan einen sehr regen Publikumszuspruch und ich hoffe auf einen ganz starken Samstagabend – weil wir leider schon sagen müssen, dass am Freitagabend der Besucherzuspruch nicht optimal war. Aber wenn man sich mit den Schaustellern, die übers Jahr hinweg von Bundesland zu Bundesland reisen, unterhält, dann erfährt man, dass es mittlerweile Trend ist, bei Gewitterwarnungen nicht auf Freiluftveranstaltungen zu gehen. Das haben wir am Freitagabend leider zu spüren bekommen.“ Trotzdem seien die beiden Konzerte des Eröffnungstages super gewesen, freute sich Bruch, „die Stimmung vor den Bühnen war gut. Und auch heute sind wir vielversprechend gut gelaunt und hoffen, dass es ein geiler Abend wird.“

Um das zu gewährleisten, hatte Bruch als Headliner für die beiden Bühnen am Bahnhof und auf dem Aloys-Nesseler-Platz zwei Bands engagiert, die für jeden etwas bieten sollten: Partystimmung mit der Firma Holunder und eine feinen Rockmix mit Fused. Dass man mit dieser Band aus Kaiserslautern dabei schon ein eher konkretes Publikum anziehen werde, das hatte Bruch bewusst so entschieden. „Die Band soll eine fulminante Rockshow abliefern. Das ist schon gewagt. Aber man muss ja auch versuchen, mal andere Geschmäcker zu bedienen und nicht nur Mainstream zu machen.“

Glück hatte Bruch am Samstag mit dem Wetter, entscheidend wichtig dafür, dass ein solches Open-Air-Fest sich am Ende auch rechnet, denn: „Der Kostenrahmen ist über die vergangenen sechs, sieben Jahre doch massiv gestiegen, durch gestiegene Anforderungen an die Sicherheit, durch die fast verdoppelten Gema-Gebühren, durch höhere Löhne.“ Damit sei die Situation für Festveranstalter wie ihn schon ein Stück weit schwieriger geworden. Trotzdem mache er den Job unwahrscheinlich gerne, weil er schlicht so vielfältig sei. „Du hast die Off-Season-Zeit, in der du solche Veranstaltungen vorbereitest, du hast die Produktionsphasen, die dich immens fordern, du hast die Nachbereitung. Der Job ist so umfangreich spannend, dass ich es nach wie vor gerne mache – auch wenn Petrus manchmal kein guter Freund sein mag.“

Am Samstagabend waren Bruch und Petrus augenscheinlich aber beste Freunde, bei strahlend schönem Wetter suchten viele den Weg in die Bexbacher Innenstadt. Auf dem Aloys-Nesseler-Platz sorgten eben Fused für die nötige Soundkulisse, mit Klassikern wie Totos „Afrika“, aber auch eigenständigen Interpretationen moderner Rocksongs. Das von Bruch beschriebene Wagnis, eine reine Rockband am Samstagabend zur besten „Sendezeit“ zu präsentieren, erwies sich so als wirklich gelungen. Für jede Alterklasse hatten die Musiker um Frontmann Stefan Ahme etwas dabei. Dass sich Fused dabei selbst als Rockfeinschmecker bezeichen, ist nicht zu hoch gegriffen, die Band lieferte einen Leckerbissen nach dem anderen. Und das Publikum? Das ging nach einem anfänglichen Zögern richtig gut mit, es wurde mitgesungen und mitgeklatscht – während Fused von der Bühne aus für genau die richtige Rock-Stimmung sorgten.

Rund um und zwischen den beiden Bühnen ging es an den Cityfest-Tagen dabei schön bunt zu, machmal allerdings leider auch ein wenig zu bunt. Am Freitagabend gerieten am Rand des großen Vergnügungsparks drei Cityfest-Besucher so sehr aneinander, dass die Polizei anrücken musste. Laut Polizeibericht attackierten zwei Angreifer einen Dritten zuerst mit Schlägen, dann mit einer Flasche. Am Tag darauf, am Samstagabend, war es dann eine Gruppe von Jugendlichen, die eine handfeste Auseinandersetzung mit einem der Schausteller hatten.

In beiden Fällen bittet die Polizeiinspektion Homburg um Hinweise und Zeugenaussagen zu den Vorfällen – wer etwas gesehen hat, der kann sich unter Tel. (0 68 41) 10 60 an die Homburger Polizei wenden.

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