Im Dialog mit Peter Müller

Oberbexbach. Auf seiner Tour durch die 52 Städte und Gemeinde das Saarlandes machte Ministerpräsident Peter Müller gestern Nachmittag Station in Bexbach. Wie schon bei den Stippvisiten der vergangenen Monate, standen auch in der Höcherbergstadt Gespräche mit Senioren und Vertretern der örtlichen Vereine im Mittelpunkt

Oberbexbach. Auf seiner Tour durch die 52 Städte und Gemeinde das Saarlandes machte Ministerpräsident Peter Müller gestern Nachmittag Station in Bexbach. Wie schon bei den Stippvisiten der vergangenen Monate, standen auch in der Höcherbergstadt Gespräche mit Senioren und Vertretern der örtlichen Vereine im Mittelpunkt. "Bei meinen Gemeindebereisungen geht es mir vor allem um das persönliche Gespräch mit den Menschen vor Ort", hatte Müller schon im Vorfeld seiner Tour nach Bexbach wissen lassen. Im katholischen Pfarrheim St. Barbara in Oberbexbach waren zuerst die Senioren dazu aufgerufen, dem Ministerpräsidenten auf den Zahn zu fühlen. Nachdem Bexbachs Bürgermeister Heinz Müller in seiner kurzen Begrüßung die Situation der älteren Mitbürger geschildert, auf das Angebot für Senioren in Bexbach hingewiesen und den eindringlichen Wunsch in Richtung Staatskanzlei geäußert hatte, man möge auch von dort auf die für Ältere teils gefährlichen Verkehrsbedingungen einwirken, fixierte Namensvetter Peter Müller einige Grundsätzlichkeiten seiner Politik im Dialog mit älteren Mitbürgern. Müller zeichnete dabei mit Blick auf die demographische Entwicklung das Bild einer immer älter werdenden Gesellschaft mit veränderten Bedürfnissen. "In der Zukunft werden, relativ betrachtet, immer mehr ältere Bürger immer mehr jüngeren gegenüberstehen." Zudem seien, so der Ministerpräsident weiter, die heute Älteren wesentlich aktiver als noch zwei Generationen zuvor. "Deswegen stellt sich auch die Frage, wie wir diese Potenziale nutzen können und wie wir das Miteinander der Generationen so gestalten, so dass es ein wirkliches Miteinander ist, von dem jeder profitiert." Nach Peter Müllers einleitenden Worten hatten die mehr als 50 Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, mit ihrer gegenwärtigen Lage in Bexbach im Blick im Gespräch mit Müller aktuelle Probleme zu diskutieren. So fragte Harry Guth von der Behindertensportgruppe Oberbexbach nach der haftungsrechtlichen Situation von ehrenamtlich Tätigen - ein erster Vorgeschmack auf die Fragen, die Müller nur eine knappe Stunde später von Vertretern der Bexbacher Vereine im nahe gelegenen Volkshaus gestellt wurden. Der Ministerpräsident verwies in diesem Zusammenhang auf eine Gesetzesinitiative des Saarlandes, die in der Zukunft die Haftung von Vereinsvorständen auf grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz beschränken soll. Ebenfalls im Zentrum der Diskussionen: Der künftige Gesundheitsfonds und die Situation der Renten.