Aktion für mehr Sicherheit im Ort Neonfarbene Figuren sollen Autofahrer in Höchen abbremsen

Höchen · Inzwischen stehen im ort zehn solcher Figuren. Sie sollen Autofahrer ans Geschwindigkeitslimit erinnern und die Strecke gerade für Kinder sicherer machen. Doch ein Männchen wurde schon geklaut.

 Streetbuddys in Höchen. Foto: Eva-Maria Scherer

Streetbuddys in Höchen. Foto: Eva-Maria Scherer

Foto: : Eva-Maria Scherer

Mit grünen Warnmännchen versucht der Ort Höchen, Autofahrer auf das Geschwindigkeitslimit aufmerksam zu machen.  Und die unlängst aufgestellten Figuren zeigen inzwischen Wirkung, Autofahrer bremsten ab. Zehn Stück an der Zahl gebe es nun in Höchen, so Ortsvorsteherin Eva-Maria Scherer (CDU) in einer Pressemitteilung. Bereits im vergangenen Herbst fanden zwei ihren Standort an den Bushaltestellen an der Landstraße 117, in der Dorfmitte.

Dort stiegen besonders viele Kinder auf dem Weg zur Schillerschule in den Nachbarort Frankenholz ein und aus.  Die Nachfrage der Bürger nach den Warnfiguren für den Straßenverkehr sei groß gewesen, so Scherer. Gründe sind zu schnelles Fahren in den Nebenstraßen und natürlich auch auf der Landstraße L 117. In der Ortsdurchfahrt (L 117) gibt es mehrere Bushaltestellen und einen Kinderspielplatz – und dies alles bei Tempo 50. Bei genauer Betrachtung sei dies schwierig, findet Scherer, auch dort wohnten Familien mit Kindern, und die Straßen müssten ständig überquert werden.

Für Zebrastreifen habe man laut Straßenbehörde zu wenige Autos und kein Geld, aber die Entwicklung des ländlichen Raumes sei großes Thema. Familien sollen aufs Land, Häuser auch in den Durchgangsstraßen nicht leer stehen, Tourismus soll in die Fläche, damit das Land nicht aussterbe. „Aber Hauptsache den motorisierten Verkehrsteilnehmern gilt freie Fahrt. Ein Umdenken ist unbedingt notwendig“, findet deshalb die Ortsvorsteherin in ihrer Mitteilung.

Es gehe auch beispielsweise um die Radfahrer. Seit dem E-Bike-Zeitalter trauten sich immer mehr Radfahrer auf den Höcherberg, für viele sei die Höcher Topographie nun zu bewältigen, mit einem üblichen Fahrrad sind die Steigungen am Höcherberg doch heftig. Damit das E-Bike-Fahren auch sicher geschehen könne, gebe es nun die grünen Warnmännchen, die helfen sollen, das Tempo zu drosseln.

 Streetbuddys, werden sie genannt. Es sind kleine Leuchtfiguren, die es mittlerweile in verschiedenen Neonfarben gibt. Sie sind ausgestattet mit reflektierenden Aufklebern und Fähnchen, die sie in der Hand halten. Von beiden Seiten gut sichtbar, signalisieren sie dem motorisierten Verkehrsteilnehmer, hoppla, pass auf, fahr langsam, hier könnten Kinder unterwegs sein.  „Wir hoffen, dass alle Verkehrsteilnehmer sich über die grünen Männchen freuen und sehen, dass wir es auch in Höchen ernst meinen mit einer angepassten und aufmerksamen Fahrweise in allen Straßen“, berichtet Scherer.

Der Förderverein „Unser Höchen“ habe nach einstimmigem Online- Vorstandsbeschluss 500 Euro in das Projekt Verkehrssicherheit für die Kinder investiert.

„Ärgerlich, dass tatsächlich schon ein Streetbuddy geklaut wurde und mehrere Fähnchen abhandengekommen sind“, beklagt die Ortsvorsteherin. Man gehe davon aus, dass dies eine einmalige Aktion war, der Diebstahl wurde der Polizei gemeldet. „Sollten die Diebe, wir gehen auch davon aus, dass es eine Gruppe war, doch noch von einem schlechten Gewissen überwältigt werden, einfach wieder dorthin zurückbringen, wo das kleine grüne Männchen entwendet wurde“, beschwört Scherer.

 Sogennante Streetbuddys wie hier in der Ortsdurchfahrt Höchen sollen Autofahrer vor zu hoher Geschwindigkeit warnen.

Sogennante Streetbuddys wie hier in der Ortsdurchfahrt Höchen sollen Autofahrer vor zu hoher Geschwindigkeit warnen.

Foto: Eva-Maria Scherer
 Streetbuddys in Höchen. Foto: Eva-Maria Scherer

Streetbuddys in Höchen. Foto: Eva-Maria Scherer

Foto: Eva-Maria Scherer

Der Baubetriebshof der Stadt Bexbach habe im Übrigen Hilfe und Unterstützung zugesagt, die Warnfiguren besser sichtbar aufzustellen und sicherer vor Übermut und Verlust zu befestigen, heißt es in der Pressemitteilung der Ortsvorsteherin weiter.

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