Höchen ändert Friedhofsatzung

Höchen. Die Änderung der Friedhofssatzung und Friedhofsgebührensatzung sowie Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung standen im Mittelpunkt der Sitzung des Ortsrates Höchen. Dabei erläuterte Heinz Kilian den Beschlussvorschlag der Verwaltung

Höchen. Die Änderung der Friedhofssatzung und Friedhofsgebührensatzung sowie Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung standen im Mittelpunkt der Sitzung des Ortsrates Höchen. Dabei erläuterte Heinz Kilian den Beschlussvorschlag der Verwaltung.Da das Bestattungswesen ein sehr sensibler Bereich sei, habe die Stadt im Vorfeld alle sechs Ortsräte gehört, die über die weitere Vorgehensweise beraten hatten und Vorschläge machen konnten, die in die Satzungsänderung eingeflossen seien. Dabei hatten sich die Ortsräte einstimmig dafür ausgesprochen, nachfolgende Änderung der Friedhofssatzung vorzunehmen: So wird pro Urnenkammer ein Gesteck zugelassen. Kränze und Gestecke, die bei der Beisetzung niedergelegt werden, sind innerhalb von 14 Tagen nach der Beisetzung zu entfernen. Bei Zuwiderhandlung werden die Gegenstände ohne Aufforderung und Entschädigung entfernt.

Wie Kilian mitteilte, werden die Nutzungsberechtigten der einzelnen Urnenkammern nach der Beschlussfassung über die Satzungsänderung von der Friedhofsverwaltung schriftlich informiert und um Verständnis für die Maßnahmen gebeten. Für die Änderung der Friedhofssatzung in der vorgelegten Form stimmten die drei SPD-Mitglieder. Die CDU stimmte unter der Voraussetzung zu, dass künftig keinerlei Gestecke mehr auf den Rasenflächen aufgestellt werden sollten.

Einigkeit im Ortsrat herrschte bei der Änderung der Friedhofsgebührensatzung. Auf der Grundlage der Haushaltsergebnisse 2011 und den Stundenerfassungen der Einrichtungen der Stadt (Bauhof, Hausmeister, Reinigung) sei ein Deckungsgrad von 61,57 Prozent ermittelt worden, berichtete Kilian. Er wies auch auf die "gravierende" Änderung der Bestattungsgewohnheiten hin. "Die wesentlich verminderte Abgabe von Erdgrabstätten hat zur Folge, dass sich die Einnahmen reduzierten, dabei aber der Aufwand für die Unterhaltung der Grünflächen steigt", so Kilian.

Diskutiert wurde auch der Vorschlag der Verwaltung, aus Gründen der Haushaltskonsolidierung auf die Veranstaltungen zum Volkstrauertag in den Stadtteilen zu verzichten und nur noch eine zentrale Gedenkfeier an jährlich wechselnden Orten durchzuführen. Ortsvorsteher Karl-Heinz Klein (CDU) wies auf die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer des Krieges hin. Sowohl SPD-Sprecher Volker Klein als auch Evi Scherer (CDU) können sich angesichts der geringen Beteiligung an dem Gedenktag "eine zentrale Feier als Mahnmal für vergangene Zeiten vorstellen".

Eine Abschaffung der Feier in den Stadtteilen würde er bedauern, so Klein, dennoch könne er sich vorstellen, den Tag in einer anderen Form in den beiden Kirchen in Höchen zu begehen. Auf einhellige Ablehnung stieß der Vorschlag, auf Ortsräte und Ortsvorsteher zu verzichten. "Der Ortsrat hat das beste Ohr am Bürger", so das Fazit. "Zentrale Feier als Mahnmal für vergangene Zeiten."

Volker Klein, Evi Scherer