Hilfe bei der Berufsorientierung

Bexbach/St. Ingbert. Der Tag der Ausbildung im Saarpfalz-Kreis lockte gestern hunderte von Schülern aus der gesamten Region an die Gesamtschule Bexbach. Dort präsentierten sich in zwei Messehallen zahlreiche mittelständische Betriebe mit ihrem Angebot rund um die Ausbildung der Fachkräfte von morgen

Bexbach/St. Ingbert. Der Tag der Ausbildung im Saarpfalz-Kreis lockte gestern hunderte von Schülern aus der gesamten Region an die Gesamtschule Bexbach. Dort präsentierten sich in zwei Messehallen zahlreiche mittelständische Betriebe mit ihrem Angebot rund um die Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Für Gaby Schwartz, die Schulleiterin der Gesamtschule, hat die frühe Hilfestellung bei der Berufsorientierung hohen Stellenwert in der schulischen Fürsorge. "Für uns ist das ein sehr präsentes Thema, allerdings nicht nur in den Abschlussklassen. Unser Schulprogramm sieht in einem Baustein die vertiefte Berufsorientierung schon ab der Klassenstufe sieben vor." Dass es im Saarland im Allgemeinen und im Saarpfalzkreis im Besonderen in Sachen Jugend und Berufseinstieg sehr gut aussieht, davon zeigte sich Landrat Clemens Lindemann am Rande des Informationstages überzeugt. Und dies auch mit Blick auf das aus seiner Sicht dichte Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen, die die Jugendlichen auf dem Weg von der Schulbank hin zum Berufseinstieg begleiten und Hilfestellung geben würden.Angebote für Jugendliche"Wir haben derzeit mehr Angebote für Jugendliche, als es Jugendliche gibt." Angesprochen auf das Problemfeld der Jugendarbeitslosigkeit, stellte Lindemann mit Fokus auf die aktuelle Entwicklung klar: "Da stehen wir im Saarpfalzkreis sehr gut da. Wir liegen über unseren eigenen Erwartungen und sind hier wirklich gut unterwegs." Unterwegs zwischen den einzelnen Ausbildungs-Informationsangeboten war auch Edin Suljic von der Erweiterten Realschule aus Rohrbach. Am Stand von Bäckermeister Gerhard Ecker aus Erbach ließ er sich in die Kunst des Flechtbackwerks einweisen. "Dieser Beruf interessiert mich schon", war sich Edin nach einigen eigenen Handgriffen sicher. Aber auch der Bereich der elektronischen Datenverarbeitung hatte es ihm angetan. Gerhard Ecker brachte seine Zielsetzung rund um den Tag der Ausbildung so auf den Punkt: "Die Jugendlichen sollen ganz praktisch erfahren, was der Bäcker hauptsächlich macht." Eine Halle weiter waren es zehn Auszubildende zum Beruf der Friseurin, die für mächtig Interesse unter den jugendlichen Gästen sorgten. Live und am eigenen Kopf konnten die zukünftigen Berufsstarter erleben, wie vielfältig sich diese Tätigkeit heute präsentiert. Cornelia Louis-Paulus vom Berufsbildungszentrum St. Ingbert, dort als Friseurmeisterin zuständig für die Ausbildung Fachpraxis: "An einem Tag wie heute können Interessierte erleben, wie viele Tätigkeiten der Beruf des Friseurs beinhaltet. Es geht heute nicht mehr nur ums Haareschneiden, sondern auch um aufwendiges Schminken, um Handmassagen und vieles mehr." Dieses "Mehr" demonstrierten auch die beiden Azubis Cindy Rosenberger und Aline Dincher, die gekonnt die Kunst des aufwendigen Schminkens demonstrierten. Für beide ist die Tätigkeit als Friseurin ein Wunschberuf. "Es macht unheimlich Spaß und man kann kreativ sein", zeigte sich Cindy Rosenberger überzeugt. Und Aline Dincher ergänzte: "Der Beruf ist sehr vielfältig. Und dies ist etwas, was einfach wichtig ist. Und man kann an den Herausforderungen wachsen"

Auf einen Blick Einen Tag lang präsentierten sich gestern an der Bexbacher Gesamtschule mittelständische Unternehmen, aber auch andere Organisationen, mit ihren Angeboten rund um das Thema "Jugend und Beruf". Die Zielgruppe: Schüler aus den Erweiterten Realschulen und den Gesamtschulen im Kreis, die vor der Wahl eines zukünftigen Ausbildungsberufes stehen. In zwei Messehallen konnten sich die Jugendlichen über ganz unterschiedliche Ausbildungsberufe informieren und hatten unter Anleitung auch die Möglichkeit, sich ganz praktisch von einzelnen Anforderungen ein Bild zu machen. thw

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