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Hallenschließung auch im Stadtrat Bexbach Thema

Gleich drei stehen in Bexbach nicht zur Verfügung : Hallenschließung auch im Stadtrat Thema

Jan Hornberger (SPD) nennt es „bedauerlich“, dass die Schließung von Bürgerzentrum Frankenholz und Glanhalle Höchen den Jugendsport einschränkt.

Der Bexbacher Stadtrat hat in seiner Donnerstagssitzung den im Juni 2019 aufgestellten Bebauungsplan „Am Kreisel Kleinottweilerstraße“ voran getrieben. Einstimmig beschlossen die Räte im Oberbexbacher Volkshaus, den Entwurf mit Begründung für einen Monat öffentlich auszulegen, berührte Behörden und Träger öffentlicher Belange zu beteiligen.

Es geht um das Gebiet am östlichen Eingangsbereich der Stadt zwischen Rewe, Lidl und Aldi. In Verbindung mit der gegenüberliegenden Wohnbebauung habe es „eine besondere städtebauliche Bedeutung für das Ortsbild als Stadttorfunktion“, heißt es in den Antragsunterlagen. Investoren seien sehr daran interessiert, Brachflächen an dieser Hauptzufahrtsstraße nach und aus Bexbach so zu vermarkten, dass dort hoch frequentierte Einzelhandelsgeschäfte entstehen. Das Problem: Dort gibt es mit den oben genannten schon so viele, dass weitere Einzelhändler mit zentrenrelevanten Sortimenten dem Stadtentwicklungskonzept zuwider liefen und den zentralen Versorgungsbereich, also die Innenstadt, schädigten.

Auch den Zusatzverkehr durch neue Läden könnten die Straßen dort nicht bewerkstelligen, hatte ein Verkehrsgutachten 2018 ergeben. Der Bebauungsplan mit Ausweisung eines allgemeinen Wohngebiets untersagt nun quasi solche Geschäfte, verhindert aber nicht jede Art von Laden, so weit er etwa der Versorgung des Gebietes dient. Doch den Interessenten der Vergangenheit, von einem Drogeriemarkt war da etwa die Rede, soll durch die Planung die Innenstadt (etwa Aloys-Nesseler-Platz) schmackhafter gemacht werden als die Kleinottweilerstraße.

Keinen Widerspruch, sondern nur Lob, gab es bei der Auftragsvergabe zum Tag der Städtebauförderung, den Bexbach am 16. Mai veranstaltet. Für knapp über 23 000 Euro konzipiert das Illinger Ingenieurbüro Kernplan den Tag und führt ihn durch. Es werde „ein ganz toller Tag“, hoffte Bürgermeister Christian Prech (CDU), ein „immenses Anliegen“ sei hier gerade die Bürgerteilnahme. CDU-Fraktionschef Karl-Heinz Klein erinnerte daran, dass die Stadt hier etwa durch das Zentrumsmanagement, die Alte Post oder den Kulturbahnhof jede Menge Vorzeigbares habe: „Wir haben Grund, uns auf diesen Tag zu freuen“. Jan Hornberger lobte auch für die SPD die Teilnahme an dem Aktionstag: „Wir begrüßen das ausdrücklich.“

Dissens gab es bei der Frage der zurzeit parallel geschlossenen Mehrzweckhallen im Bürgerzentrum Frankenholz und der Glanhalle Höchen (wir berichteten). Jan Hornberger (SPD) nannte die Höcherberghallen als dritte Halle, die derzeit nicht zur Verfügung stehe und verlangte in Richtung Stadtverwaltung eine Erklärung.  Die fiel so aus: Man habe bei den Arbeiten am Bürgerzentrum die Reinigungsabläufe verändert, ab dem 2. März gelte die Sperrung täglich nur bis 18 Uhr, danach sei das Gebäude für die Vereine wieder nutzbar. Auch der Schulbetrieb sei gesichert, weil die Schulen nun gewährleisten müssten, dass niemand unbeaufsichtigt während der Bauarbeiten dort herumlaufe. Das sei vorgekommen.

Hornberger nannte die Teil-Öffnung „nur eine Behelfsmaßnahme“ und monierte, dass etwa Trainingsstunden im Jugendsport vor 18 Uhr stattfinden müssen. „Die fallen flach und das ist sehr bedauerlich“, so Hornberger.

Prech hatte gegenüber unserer Zeitung am Mittwoch erläutert, dass die Halle im seit Rosenmontag geschlossenen Bürgerzentrum Frankenholz zum 1. März nach Abschluss von Reinigungsarbeiten wieder öffnen werde. Er hatte darauf hingewiesen, dass sie aber Ende März für drei Wochen erneut schließen müsse, weil dann Fenstertausch und Stützenverkleidung anstünden.

Den Blick in Richtung Blumengarten richtete Volker Stumpf von den Linken: Wie geht es weiter mit den Miniatur-Modellen in der dortigen Gulliver-Welt, die 2017 frisch restauriert aus dem Deutsch-Französischen Garten ihren Weg nach Bexbach gefunden hatte? Stumpf erinnerte an die Sturm- und Wetterschäden an den Modellen. Bürgermeister Prech erklärte, dass es bald einen Termin mit dem Verein Gulliver-Welt 2.0 e.V.  geben solle. Der Kontakt zu dem Verein sei zuvor „abgeflaut gewesen“, so Prech.