Grünes Licht für Rathausstraße

Wie es sich für einen Sommerabend gehört, fiel die gestrige Stadtratssitzung in Bexbach nicht allzu lange aus. Aber es lag nicht nur am Wetter, sondern vor allem an den Themen, über die große Einigkeit herrschte.

. Es standen gestern Abend nur Themen auf der Tagesordnung, über die sich die Anwesenden bei der Stadtratssitzung in Bexbach ohnehin einig waren. Angefangen mit dem Projekt "Umbau Rathausstraße". Denn dieser Umbau ist nach der Güter-Ladestraße und der Bahnhofstraße der dritte Brocken im Großprojekt "Aktive Stadt".

Es ging gestern nicht um Details und auch nicht um Kosten - also Themen, die eine Diskussion hätten auslösen können -, sondern ums große Ganze, nämlich um die Zustimmung, überhaupt anfangen zu können. Also um den Punkt, über den sich alle einig sind.

Wie Bürgermeister Thomas Leis im Vorfeld erklärt hatte, waren schon drei Sitzungen mit Anwohnern und Geschäftsleuten in der Rathausstraße veranstaltet worden, wobei der Wunsch geäußert wurde, man wolle es "auch so schön haben wie in der Bahnhofstraße", nämlich Bäume, Außengastronomie und Kleinpflaster.

Auf Vorschlag von Thorsten Müller (CDU ) wird es auch einen Bürgerinformationsabend geben. Horst Hornberger (SPD ) befürwortete ebenfalls eine Bürgerversammlung "als Ergänzung zu der ohnehin schon sehr guten Informationspolitik der Stadt". Die nächste Arbeit liegt nun bei der Stadtverwaltung: Ausschreibungen machen, Angebote einholen, sich über Preise einig werden. Es ist also kein Automatismus, dass diejenigen Firmen, die in der Bahnhofstraße tätig waren, nun auch in der Rathausstraße zum Zuge kommen. Auch bei den anderen Tagesordnungspunkten ging es um Bebauungspläne , allerdings in einem viel kleineren Rahmen. In dem Gebiet "Am Solarpark" wird ein Bebauungsplan dahingehend geändert, dass in einem kleinen Teil dieses Mischgebietes auch weiterhin Gewerbe möglich sein wird.

Zudem wurde der alte Bebauungsplan des Wohngebietes "Rechterhand dem Wellesweiler Weg" aufgehoben, "wir machen das für die Bürger", so Leis, denn nun können entgegen der alten Satzung von den Hausbesitzern auch Anbauten, Dachgauben oder eine zweite Garage in Angriff genommen werden, ohne dass damit gegen eine Satzung verstoßen würde.

Zu guter Letzt stand die Sanierung des Bürgerzentrums Frankenholz auf dem Plan, auch hier einstimmig angenommen. Es geht dabei um ein weiteres öffentliches Gebäude, für dessen energetische Sanierung man Fördergelder vom Bund bekommt. Insgesamt werden mit den 1,22 Millionen Euro Zuschuss das Volkshaus in Oberbexbach, die Grundschule Frankenholz, die Höcherberg-Hallen und eben das Bürgerzentrum Frankenholz mit Energie sparenden Maßnahmen ausgestattet.

Auch für Barrierefreiheit wird gesorgt. Im Bürgerzentrum Frankenholz wird jetzt die Fassade renoviert, neue Fenster werden eingesetzt, das Ganze wird gedämmt und Behinderten-Toiletten werden installiert. Auch der Eingang zur Halle wird neu gestaltet. Trotz der vielen Verschönerungs-Maßnahmen in Bexbach-Mitte "vergessen wir die Stadtteile nicht", wie Leis betonte.

Während die Tagesordnung schon nach 45 Minuten abgehakt war, kam die eigentliche Diskussion erst auf, als es um den geplanten Umzug des Bürgerbüros ins Rathaus I ging. < Weiterer Bericht folgt