Goldener Schlüssel aus den USA für Bexbach

Städtepartnerschaft : Geschenke erhalten die Freundschaft

Bexbach will die Städtepartnerschaft mit Goshen wieder neu beleben. Udo A. Wittmer knüpfte bei einem USA-Urlaub wieder Kontakte zu der Partnerstadt in Indiana.

Bereits seit Juni 1979 besteht zwischen Bexbach und Goshen (USA, Bundesstaat Indiana) eine Städtepartnerschaft. Kürzlich besuchte der Bexbacher Partnerschaftsvereins-Ehrenvorsitzende Udo A. Wittmer mit seiner Frau noch einmal Bekannte und Freunde in Goshen und durfte nun in Anwesenheit der Vereinsvorsitzenden Petra Fess und Geschäftsführer Volker Wagner dem Bexbacher Bürgermeister Christian Prech ein Präsent seines Amtskollegen aus Goshen überreichen.

Dabei handelt es sich um den Goldenen Schlüssel von Goshen. „Wir hatten gemerkt, dass das Ganze nicht mehr so gelaufen ist, wie es einmal war“, erklärte Wittmer. Bis 2006 hatte es in der örtlichen Community von Goshen eine deutsche Vorsitzende gegeben. Als dann Gabriele Botts aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt abgeben musste, war es ruhiger um die Städteparterschaft geworden. Wittmer wollte aber alles noch einmal neu aufleben lassen und besuchte nun Goshen anlässlich eines USA-Urlaubs.

„Im Haus des Alt-Bürgermeisters fand auch ein informelles Treffen statt und ich durfte die neue Generation kennenlernen“, berichtete der frühere Kleinottweiler Ortsvorsteher. Von der früheren Generation, die noch eng mit Bexbach zusammenarbeitete, gebe es nur noch ein älteres Ehepaar. Nach der Bexbacher Intervention, die vormals enge Zusammenarbeit noch einmal aufleben zu lassen, war in Goshen ein neuer Vorstand gewählt worden. „Sie wollen uns im kommenden Jahr in Bexbach besuchen. Falls sie es schaffen, werden wir das 40. Jubiläum dieser Städtepartnerschaft dann hier gemeinsam nachfeiern“, sagte der Ehrenvorsitzende des Bexbacher Partnerschaftsvereins.

Dass es die Amerikaner ernst meinen, beweist auch die Tatsache, dass es in ihrem kleinen Museum in Goshen ein Schaufenster zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft gibt. Dort sind sämtliche Bexbacher Exponate ausgestellt. In der örtlichen Privatbrauerei gibt es sogar ein Bexbacher Bier. Der aktuelle Bürgermeister Jeremy Stutsman wolle ebenfalls der Bexbach-Delegation angehören und bekam von Wittmer im Auftrag seines Bexbacher Amtskollegen eine Flasche Bexbacher Gin sowie einen Teller überreicht. Im Gegenzug brachte Wittmer den Stadtschlüssel von Goshen mit, sowie eine Fahne und eine Tasse.

Bürgermeister Christian Prech dankte Wittmer für dessen Bemühen, die früheren Beziehungen wieder in Gang bringen zu wollen. Und Petra Fess erinnerte angesichts der Gastgeschenke noch einmal an die Anfänge dieser Städtepartnerschaft zurück. Goshens Alt-Bürgermeister Allan Kauffman hätte seine erste Reise nach Amtsantritt nach Bexbach komplett von der damaligen Vorsitzenden des dortigen Partnerschaftsvereins bezahlt bekommen. „Die waren damals relativ wohlhabend. Alles stellt und fällt auch mit den Personen, die involviert sind. Wir können hier Geld nur über unsere Mitgliedsbeiträge oder sonstige kleinere Einnahmen generieren“, meinte Fess. Udo Wittmer hat Stutsman versprochen, bei der nächsten USA-Reise nach Goshen Prech mitzubringen. Fess sagte, man wolle aber die diesbezüglichen Planungen realistisch angehen.

„Unsere Ziele sind zunächst einmal, eventuell Jugendliche aus den USA noch einmal für einen Bexbach-Besuch zu interessieren – jetzt, wo dort noch einmal Deutsch intensiv unterrichtet wird. Angedacht ist ein Sommeraustausch, viel länger geht auch aufgrund der Visumpflicht nicht. Umgekehrt werden wir keinen Problem damit haben, einen Austauschschüler für sie zu finden. Früher gab es stets sehr viele Bewerber, wir wollen in diesem Jugendbereich noch einmal aktiv werden“, betonte die Partnerschaftsvereins-Vorsitzende.

Mehr von Saarbrücker Zeitung