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Gegen Raser: Bexbach schafft fünf Messtafeln an

Deutliche Stadtratsmehrheit : Die Raser sollen eingebremst werden

Die Stadt Bexbach schafft fünf Geschwindigkeits-Messtafeln für insgesamt 7500 Euro an.

Für fünf Geschwindigkeitsmesstafeln wird die Stadt Bexbach 7500 Euro ausgeben. Nur FDP-Rat Wolfgang Krauß enthielt sich bei dem ansonsten einstimmig ausgefallenen Votum im jüngsten Stadtrat. Mit den Ortsräten soll besprochen werden, wo die Messtafeln aufgestellt werden. Eine Nachbesprechung, ob weitere Tafeln nötig sind, ist in einem Jahr geplant.

Zurück ging der Tagesordnungspunkt auf einen Antrag der SPD-Stadtratsfraktion. Eine solche Messtafel werde häufig an Gefahrenstellen aufgestellt, so zum Beispiel an Kindergärten, Schulen oder dort, wo es generell viel Fußgänger gibt. Weiterhin an solchen Strecken, an denen die erlaubten Geschwindigkeiten überschritten werde.

Sie zeigen den Autofahrern ihre Geschwindigkeit an und machen so deutlich, ob diese angemessen oder zu schnell ist. Sanktionen sind mit einem Rasen hier nicht verbunden, der Fokus liegt darauf, Leute zur Einsicht zu bringen.

Jan Hornberger (SPD) machte deutlich, dass in allen Bexbacher Stadtteilen gerast werde. Messtafeln könnten ein probates Mittel sein, hier Abhilfe zu schaffen. Mittelfristig wolle die SPD zwei Tafeln pro Stadtteil anschaffen. Die nun geplanten fünf seien ein „guter Start“. Karl-Heinz Klein (CDU) sah die Anschaffung noch weiterer Messtafeln aktuell aber als unnötig an, dies könne später Thema werden. Wolfgang Krauß (FDP) monierte, vor der Anschaffung hätte erst eine Auswertung der bestehenden Tafeln, etwa in der Susannastraße (nahe des Real-Marktes), erfolgen sollen.

Thomas Pfaff von der Fraktion der Grünen fand solche Tafeln „grundsätzlich nicht schlecht“. Er verwies jedoch auf einen Gewohnheitseffekt, den diese auslösen könnten. Im Ergebnis stehe nur „ein vermeintliches Sicherheitsgefühl“. Der Kreis müsse vielmehr seine Kontrolldichte erhöhen, das Geld lasse sich  „sinnvoller als für die Tafeln ausgeben“.