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Führungswechsel beim SV Bexbach naht

Joachim Horzella bald 1. Vorsitzender? : Führungswechsel beim SV Bexbach naht

Am 28. Juni bei der Mitgliederversammlung soll Joachim Horzella in die Fußstapfen des Vorsitzenden Walter Weiland treten. Für die Zukunft ist eine SG mit der DJK Bexbach möglich.

Am Sonntag, 28. Juni, endet beim SV Bexbach eine Ära. Dann findet um 10.30 Uhr unter Einhaltung der Hygiene- und Versammlungsvorschriften im Sportheim die Mitgliederversammlung statt. Der wichtigste Tagespunkt ist die Neuwahl des Vorstandes. Der noch amtierende Vorsitzende Walter Weiland hatte bereits frühzeitig seinen Rücktritt angekündigt. Die genaue Tagesordnung hängt zur Einsicht im Sportheim des SV Bexbach aus. Anträge zu dieser Veranstaltung sollten spätestens eine Woche vorher bei der Geschäftsstelle des SV Bexbach eingereicht werden.

Weiland hatte vor elf Jahren den Vorsitz übernommen. Als sein Nachfolger ist nun der bisherige Geschäftsführer Joachim Horzella vorgesehen. Es sei geplant, das Vorstandsteam deutlich zu verjüngen. „Wir haben die SG Bexbach im Jugendbereich mitgegründet und auch bereits einige junge Spieler in unserer Ersten erfolgreich integriert. Aktuell sind es elf A-Junioren – das passt ja dann auch zu meiner Jahreszahl als Vorsitzender“, meint Weiland. Er habe stets auf Teamarbeit gesetzt. Es gebe derzeit etwas weniger als 250 Vereinsmitglieder, wobei auch noch Abteilungen im Wander- und Boulebereich existieren. „Alles hier ist Eigentum des SV Bexbach – der Naturrasen- und der Hartplatz sowie das Sportheim. Dadurch entstehen natürlich auch viele Kosten, sodass uns Corona alles andere als gut getan hat“, erklärt der aktuelle Vorsitzende. Der in die Jahre gekommene Hartplatz, der immer noch zu Spiel- und Trainingszwecken genutzt wird, benötige dringend eine neue Decke.

Beim SV Bexbach hat man bereits die Idee entwickelt, dass sich sämtliche Bexbacher Fußballvereine diese Kosten teilen und sie dafür die rote Erde als Ausweichgelände zu ihrem Naturrasen benutzen könnten. Gerade in der kalten Jahreszeit sind die anderen Bexbacher Fußballclubs stets auf der Suche nach Ausweichplätzen. Diese Lösung könnte dementsprechend sämtlichen Vereinen in der Nachbarschaft helfen. Die verfügen, wenn überhaupt, im Winter nur über ein sehr kleines Ausweichgelände. „Uns hat es in den vergangenen Monaten aufgrund der Corona-Pandemie hart getroffen. Am 13. März hatte das Sportheim zum letzten Mal vor Corona Gäste“, sagt Horzella. Momentan gebe es nach der Wiedereröffnung wieder etwas Umsatz, der jedoch im Vergleich zu früher äußerst gering sei. Auch im sportlichen Bereich geht es beim SV Bexbach nach dem Re-Start in den Trainingsbetrieb – wenn auch unter den gebotenen Abstands- und Hygieneregeln – wieder aufwärts. In der Saison 2018/19 hatten die Bexbacher in der Kreisliga A Saarpfalz hinter der SpVgg. Einöd-Ingweiler II die Vize-Meisterschaft erreicht, scheiterten dann aber in der Aufstiegsrelegation. In der mittlerweile abgebrochenen Spielzeit 2019/20 musste sich die Elf von Trainer Michael Blatt mit Rang sieben begnügen. „Es hatte Abgänge und auch teilweise Verletzungspech gegeben, sodass wir dieses Mal kleinere Brötchen backen mussten“, blickt Horzella zurück.

Blatt geht beim SV Bexbach in seine dritte Saison. Derzeit werde bei den Aktiven kontinuierlich zwei Mal pro Woche trainiert, auch die A-Juniorinnen seien auf den Platz zurückgekehrt. „An unserer Kerb, das ist das dritte Wochenende im September, wollen wir unser Sportfest veranstalten. Wir hoffen, dass dies nach Corona wieder möglich ist. Die Aktiven sollen quantitativ und qualitativ verbessert und auch eine Zweite gemeldet werden“, erklärt Horzella. Man setze dabei auch auf A-Jugendspieler aus den eigenen Reihen. „Es wäre das Sahnehäubchen für den SV Bexbach, wenn wir 2021 anlässlich unseres 110-jährigen Vereinsjubiläums die Meisterschaft feiern könnten“, verfolgt der wahrscheinlich künftige Vorsitzende ehrgeizige Spiele. In den vergangenen Wochen waren rund um den Höcherberg Gerüchte aufgekommen, zwischen dem SV Bexbach und dem Nachbarverein DJK Bexbach sei eine Spielgemeinschaft im Gespräch. „Die DJK war auf uns zugekommen. Wir haben ja nächstes Jahr nur noch zwei A-Jugendspieler. Die A-Jugend hat ja bei uns trainiert und gespielt. Denen würde dann im Prinzip ein Platz fehlen, den sie mit Oberbexbach nicht kompensieren können“, berichtet Weiland von den Hintergründen und ergänzt: „Wir wurden gebeten, unseren Platz weiterhin zur Verfügung zu stellen, worüber der Vorstand zugestimmt hat.“ In diesem Zuge sei darüber gesprochen worden, ob man sich nicht zusammensetzen könne, um über eine Spielgemeinschaft zu sprechen. „Unser Vorstand hat dies abgesegnet, aber wir müssen uns das auch bei der Mitgliederversammlung am 28. Juni von unseren Mitgliedern absegnen lassen. Erst dann dürfen wir die Gespräche führen“, betont Weiland. Eine Spielgemeinschaft – falls sie kommt – sei aber frühestens für die Saison 2021/22 möglich.