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Filiale mit neuester Umwelttechnik

Filiale mit neuester Umwelttechnik

Die Kreissparkasse Saarpfalz hat in Frankenholz ihre neue Geschäftsstelle eröffnet. Die Mitarbeiter sind in einen kleinen Neubau eingezogen, der ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen errichtet ist. 200 000 Euro hat die neue Filiale gekostet.

Die Kreissparkasse Saarpfalz (KSK) hat ihren Standort in Frankenholz modernisiert und aufgewertet. Mit einem Neubau an der Höcherbergstraße, nicht weit entfernt von der alten Filiale, will man in diesem Bexbacher Stadtteil stärker Flagge zeigen als bislang. "Die Neueröffnung einer solchen Geschäftsstelle ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Man liest ja sehr oft, dass der Trend bei anderen in eine andere Richtung geht, viele Geschäftsstellen werden geschlossen." Diesen Weg wolle man, so KSK-Vorstand Armin Reinke, nicht mitgehen. "Wir haben eine andere Strategie." So sei der öffentliche Auftrag einer Sparkasse wesentlich im Selbstverständnis. "Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, unsere Geschäftsstellen in der Region zu erhalten."

Dabei biete die neue Geschäftsstelle in Frankenholz gegenüber der alten Filiale einen deutlichen Mehrwert für die Kunden. So sei der frühere Standort nicht sehr kundenfreundlich gewesen. Zudem biete die neue Geschäftsstelle nun auch ein Überweisungsterminal und einen Geldautomaten.

Die mit zwei Mitarbeitern von montags bis donnerstags betreute Geschäftsstelle hat sich die Kreissparkasse Saarpfalz rund 200 000 Euro kosten lassen. Herausgekommen ist ein funktionales Gebäude in Passivbauweise: Alle Energie wird von einer Solaranlage auf dem Dach erbracht. Zudem sei der komplette Bau aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt, "wir sind hier einen neuen Weg gegangen und haben eine Geschäftsstelle geschaffen, die zudem nur sehr, sehr wenig Energie benötigt", wie Karl-Heinz Linn, verantwortlich für die Realisierung, erläuterte. "Wenn alles gut läuft, dann haben wir mit diesem Gebäude ein Null-Energiehaus geschaffen, das keine externe Versorgung benötigt." Welche Bedeutung die neue Geschäftsstelle für den Bexbacher Stadtteil Frankenholz hat, das betonte Ortsvorsteher Rudi Müller anlässlich der Vorstellung des Baus in dieser Woche. So mache die Eröffnung der neue Filiale den Bürgern von Frankenholz klar, "dass es noch Dienstleister mit persönlicher Betreuung am Ort gibt und eben nicht alles digital, online und ohne persönliche Kontakte und Gespräche abgewickelt werden muss". Der KSK dankte Müller für deren Mut, eine neue Geschäftsstelle am Ort eröffnet zu haben, um so Modernität und die Tradition der Kundennähe zu kombinieren.

Aus Sicht des KSK-Verwaltungsratsvorsitzenden betonte Landrat Theophil Gallo die große Bedeutung des Neubaus der Geschäftsstelle vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, die auch vor Frankenholz nicht halt machen werde. "Das ist vorbildhaft und wird vom Verwaltungsrat entsprechend begleitet." Auch sei die Präsenz in der Fläche genau die richtige Strategie.