Dunkler Klang an seinem Platz

Christian Brembeck, der sich als Konzertorganist in unserer Region einen Namen gemacht hat, hat für seinen Auftritt an der Voit-Orgel in Bexbach ganz spezielle Stücke ausgesucht, die zum Instrument passen. Zu Beginn gab es Bach.

Die historische, 1892 erbaute Voit-Orgel in der 1888 entstandenen protestantischen Kirche in Bexbach ist ein Kleinod der Orgelbaukunst. Auf Einladung des Fördervereins der protestantischen Kirche und der katholischen Erwachsenenbildung (KEB) gastierte am Sonntagabend der renommierte Münchner Musiker Christian Brembeck in der Denkmal geschützten Kirche, die von dem jüdischen Architekten Ludwig Levy entworfen und von einer symbolträchtigen Architektur geprägt ist. Mit einem eigens konzipierten Musikprogramm ließ Brembeck, der sich in den vergangenen Jahren in unserer Region einen Namen gemacht hat, die faszinierenden Klangfarben des Instruments der Durlacher Firma Voit & Söhne aufleben.

In dem gelungenen restaurierten Ambiente des Kirchenraumes waren Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Brahms, Rheinberger, Max Reger , Sigfrid Karg-Elert und Vinzenz Lachner zu hören. Im Vorfeld des Konzertes hatte Wolfgang Schupp, langjähriger Presbyter der Gemeinde, interessierte Besucher zu einer Kirchenführung eingeladen, in der er die Kirche und ihre Symbolik sowie das bauliche Konzept erläuterte. Auf Anfrage von Schupp hin, ob Christian Brembeck einmal auf der Voit-Orgel spielen könne, habe sie den Kontakt geknüpft, erklärte Gertrud Fickinger, Leiterin der KEB Saarpfalz. Zusätzlich zu dem Orgelfest habe man sich darauf verständigt, eine Kirchenführung anzubieten, so Fickinger. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Vorstellung des jüngst erschienenen Bandes "Historische Orgeln im Saarland" von Bernhard Bonkhoff, in dem auch die Voit-Orgel in der protestantischen Kirche Bexbach beschrieben ist.

Vielseitigkeit, gepaart mit Virtuosität und Spielfreude, ist das auffallendste Merkmal des künstlerischen Wirkens von Christian Brembeck. Dies zeigte er auch bei seinem erstmaligen Gastspiel am Sonntagabend in der protestantischen Kirche in Bexbach . "Ein schönes, romantisches Element", stellte er mit Blick auf die Voit-Orgel fest. "Das Orgelwerk entfaltet sich prächtig, aber erschlägt nicht", fügte er hinzu. Er sehe sich in der Rolle "eines reisenden Orgelvirtuosen, der nach Bexbach eingeladen ist, um auf der historischen Voit-Orgel zu spielen", erklärte Brembeck in seiner Einführung. Aus diesem Grund habe er ganz bewusst Johann Sebastian Bach's berühmtestes Werk "Toccata und Fuge in d-Moll" als Eröffnung ausgewählt. Wegen seines dunklen Klangwerkes bestens geeignet, erwies sich danach Mendelssohn-Bartholdy's Sonate op. 65 über "Vater unser im Himmelreich". Gelungen auch das Scherzo d-Moll von Max Reger . Abgerundet wurde das Konzert mit dem Stück "Voluntary No I", eines der sechs Werken dieser Art von Samuel Wesley.