Dorfgemeinschaftshaus in Kleinottweiler wurde diskutiert

Ortsrat Kleinottweiler : Detailliertes Konzept für Dorfgemeinschaftshaus diskutiert

Dass ein Bürgermeister seinen eigenen Vater aus einem kommunalen Gremium verabschiedet, das kommt wahrlich nicht oft vor. So gesehen war die Sitzung des Ortsrates Kleinottweiler am Montag schon etwas Besonderes.

Da nämlich war es an Bürgermeister Christian Prech (CDU), seinen Vater Joachim auf dessen eigenen Wunsch hin nach mehr als 25 Jahren ehrenamtlichen Einsatzes in der Kommunalpolitik von den Pflichten eines Ortsratsmitglieds zu entbinden. Die lange Zeit im Dienst der Kleinottweiler Bürger nannte Christian Prech „etwas ganz Besonderes. Das hat man so in unserer Stadt Bexbach ganz selten“. Joachim Prechs Nachfolgerin in der CDU-Fraktion ist Tamara Hermes.

Nach dieser eher ungewöhnlichen Personalie drehte sich dann vieles in der von Ortsvorsteher Daniel Heintz (SPD) geleiteten Sitzung um Zukunftsprojekte im Ort. Auf der Tagesordnung stand unter anderem das geplante multifunktionale Dorfzentrum, das mit einem kleineren und ebenerdig zugänglichen Anbau an die alte Schule angeschlossen werden soll. Die Gründung eines Fördervereins für den Stadtteil war Thema. Er soll konzeptionell an das Vorbild des Fördervereins „Unser Höchen“ angelehnt werden.

In Sachen Dorfzentrum stellte Heintz ein detailliertes Konzept für dessen Umsetzung vor – als Teil eines Dorfentwicklungsplans für Kleinottweiler und als Ergebnis der Zusammenarbeit von Bürgerschaft und Ortsrat. Impuls für den Wunsch nach einem Dorfzentrum mit multifunktionalem Charakter sei, wie Heintz verdeutlichte, die gestiegene Raumnachfrage im Ort. Bei den Aktivitäten in Kleinottweiler sei eine deutliche Zunahme feststellbar. „Gerade im Zuge der Arbeit der Arbeitsgruppe ‚Dorftreff‘ mit ihren unterschiedlichen Veranstaltungsangeboten ist der Wunsch nach einem einfach größeren Raum entstanden.“ Bei eben diesen Veranstaltungen, die derzeit in einem Raum in der alten Schule stattfinden, sei die Kapazitätsgrenze erreicht. Umgesetzt werden soll das Projekt nun als Teil des besagten Dorfentwicklungsplans, um so entsprechende finanzielle Förderungen zu erhalten. Damit liegt der Ball nun im Spielfeld der Stadt, die das Konzept aus Kleinottweiler nun formgerecht in eben den Dorfentwicklungsplan einarbeiten muss.

Heintz machte im Zuge seiner Präsentation auch deutlich, dass das Sport- und Kulturheim weiterhin Veranstaltungsstätte bleiben soll. „Es geht einfach darum, dass die Vielzahl der Veranstaltungen in einem ebenerdigen Neubau gut auszuführen sind, im Zusammenspiel mit dem schon genutzten Raum in der alten Schule.“ Zudem werde es sowieso noch einige Jahre dauern, bis der geplante Anbau als zusätzlicher Veranstaltungsort Wirklichkeit werde. „Bis dahin wird an großen Veranstaltungen eh alles im Sportheim oder im Gemeindesaal stattfinden“, so Heintz.

In der Folge ging es dann um die angedachte Gründung eines Fördervereins für Kleinottweiler. Hier hatten die Ortsratsmitglieder die Möglichkeit, sich anhand eines Satzungsentwurfs grundsätzlich über Zweck und Aufgabe des Vereins zu informieren. Dazu ergänzte Daniel Heintz, dass dieser Förderverein die Arbeit der unterschiedlichen Arbeitsgruppen im Ort unter einem Dach fassen sollen – aber nicht nur die. „Alle Akteure, die sich gerne beteiligen wollen, sollen hier vertreten sein. Es ist ein offener Verein.“ Auch solle dieser als Veranstalter auftreten und so den Ortsrat entlasten. Der Ortsvorsteher weiter: „Und ein solcher Verein wäre dann auch Empfänger von Sponsoring und Spenden.“