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Die Sprache von Musik und Tanz ist international

Die Sprache von Musik und Tanz ist international

Das Märchenfestival in Bexbach hat mittlerweile schon Tradition. Ebenso der Besuch der polnischen Tanzgruppe Koralik. In jedem Jahr interpretieren sie ein bekanntes Märchen auf ihre eigene Art. Diesmal gibt's Dornröschen.

Seit mittlerweile fast 20 Jahren kommt die polnische Tanzgruppe Koralik aus Przemyl, einer polnischen Stadt nahe der Grenze zur Ukraine, nach Bexbach und Gersheim, um am Märchenfestival: "Hinter den sieben Bergen - Märchenland Europa grenzenlos" des Vereins "Begegnungen auf der Grenze" teilzunehmen.

40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren interpretieren in jedem Jahr ein bekanntes Märchen auf ihre ganz eigene künstlerische Art. Sie entführen so die Schülerinnen und Schüler der Galileo-Schule, der Grundschulen Bexbach , Frankenholz und Oberbexbach in eine zauberhafte Märchenwelt, in der traditionelle Märchen lebendig werden und in neuem Glanz erstrahlen. Am 2. und 3. November wird "Dornröschen" in den Höcherberghallen in Bexbach aufgeführt.

Viele Schülergenerationen sind schon in den Genuss des hochkarätigen Tanztheaters gekommen, haben sich an den geheimnisvollen Kulissen und den farbenprächtigen Kostümen erfreut und gestaunt, wie viel Schwung und Fröhlichkeit die jugendlichen Darsteller auf die Bühne bringen, heißt es in einer Mitteilung der Galileo-Schule. Die Vorführungen reihen sich ein in das Programm der Leseförderung der Schulen. Vorher und auch danach stehen Märchen im Deutschunterricht auf dem Programm und vermitteln in vielfältiger und kreativer Weise den Kindern die Freude an dieser Art der Literatur. Verständnisschwierigkeiten gibt es bei solch getanzten Märchen nicht, denn durch Musik und Tanz entsteht eine Sprache , die international ist. Gemeinsame Aktivitäten, Veranstaltungen und eine Tagesfahrt nach Nancy der polnischen Gruppe zusammen mit Bexbacher Jugendlichen der Jahrgangsstufe 7 der Galileo-Schule werden das gegenseitige Kennenlernen fördern.

In der Begegnungswoche finden gemeinsame Workshops statt, und zwar zu einem Thema, das das gemeinsame kulturelle Erbe in unserer Region aufarbeitet: "Auf den Spuren Stanislas Leszczynskis im saarländisch-lothringischen Grenzraum". Der vom Thron vertriebene polnische König hat in unserem Raum, vor allem in Zweibrücken und Nancy, bedeutende Spuren hinterlassen und schon damals die Bedeutung eines geeinten Europas erkannt: "Europa muss sich vereinigen, um dauerhaften Frieden zu erreichen" (Stanislas Leszczynski, 1677-1766). Ins Programm werden auch Experten einbezogen, zum Beispiel Iwona Wiemer. Auch der interkulturelle Aspekt kommt nicht zu kurz. Der Autor zahlreicher Bücher, Mathias Kneip ("111 Gründe, Polen zu lieben"), wird den Jugendlichen am 5. November in amüsanter Weise Gemeinsamkeiten und Unterschiede der deutschen und polnischen Kultur vermitteln und dabei zwischen der polnischen und deutschen Sprache hin- und herspringen.

Aufführungen des Tanztheaters: "Dornröschen": Montag, 2. November, 10.10 bis 11 Uhr in den Höcherberghallen für die Grundschule Bexbach und die Jahrgangsstufe 5 der Galileo-Schule; Dienstag, 3. November, 10.30 bis 11.20 Uhr in den Höcherberghallen für die Grundschulen Frankenholz und Oberbexbach, Jahrgangsstufe 6 und 7 der Galileo-Schule (geschlossene Veranstaltungen).