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Die Schülerfirma war zur Kirmes tätig

Die Schülerfirma war zur Kirmes tätig

Zur Kirmes in Höchen organisierten die Hobbykünstler vom Höcherberg ihren Herbstmarkt in der Glanhalle. Und die Schülerfirma ging in den Verkauf. So erlebten die Gäste die Kerb auch ohne Fahrgeschäfte.

Die Kirmes hat es mittlerweile in viele Orten nicht leicht. Und so begegnet man ihr entweder gar nicht mehr oder eben in anderer Form. Das war auch in Höchen so. Gefeiert wurde zwar rund um die Glanhalle und beim SV Höchen . Allerdings suchte man die klassische Kirmes mit Fahrgeschäften, Straußmädels und Straußbuben sowie Kirmesrede vergeblich. Es lohne sich nicht mehr, sagen die Schausteller, und wie in anderen Ortsteilen von Bexbach und Homburg findet die ,,klassische Kerb" schlicht nicht mehr statt.

Dennoch hat man sich in Höchen schon Gedanken gemacht, wie es hinzubekommen ist, dass die Kirmes nicht ganz ausfallen muss. Der Sportverein Höchen , Schützenverein, Förderverein "Unser Höchen " und die Hobbykünstlergruppe Höcherberg sorgten dafür, dass die "Heecher Kerb" auch am vergangenen Wochenende für Kinder und Erwachsene ein interessantes Programm bot. Ortsvorsteherin Eva Maria Scherer lud die Bevölkerung am Freitagabend zum Fassbieranstich mit Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis an. Für das Kulinarische war im Festzelt an den vier Tagen gesorgt. Für Kinder gab es unter anderem Spiele und Kinderschminken.

Im Blickpunkt stand am Sonntag der Herbstmarkt der Hobbykünstlergruppe Höcherberg in der Glanhalle. Sandra Bauer, die Vorsitzende dieses Vereins, freute sich über die große Resonanz dieser Veranstaltung. "22 Aussteller zeigen ihr vielfältiges Kunsthandwerk", sagte sie. Schmuck , Filzarbeiten, Servietten, Häkelarbeiten, Bilder, die Auswahl an den Ständen der Aussteller war riesengroß. Es gab wirklich viel zu sehen und zu schauen. Erstmals zeigte sich die Schülerfirma der Galileoschule Bexbach und Goetheschule Bexbach. Angela Karbach, die Initiatorin dieser Schülerfirma: "Diese Einrichtung ist von der gemeinsamen Freiwilligen Ganztagsschule beider Schulen entstanden. Aus den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften treffen Kinder zusammen, mit denen wir Dinge des täglichen Bedarfs basteln." Aus nicht mehr benutzten Textilien wie Hosen, Jacken, Stofftüten und weiteren Gebrauchsgegenständen, wie Schallplatten oder Plastikverpackungen, entstehen neue nützliche Dinge für den Alltag, wie Blumenvasen, Taschen und Tüten oder auch Geschenke. In der Höcher Glanhalle fanden die Artikel der ,,Schülerfirma" guten Absatz. "Mit dem Erlös kaufen wir auf Wunsch und Vorschlag der Schüler unserer AG`s Sachen zum Spielen und Basteln", so Karbach.

Spaß beim Basteln und Verkauf hatten die elfjährige Lucy Omlor und der siebenjährige Johannes Steimer am Sonntag. Er fertige am liebsten Schmuck und Taschen an. "Das macht mir am meisten Spaß", erklärte Lucy Omlor, bevor sie einen weiteren Kunden an dem Stand der Schülerfirma beriet.