CDU-Kandidat Christian Prech aus Bexbach besucht Senioren

Zu Muttertag : Christian Prech besucht Senioren

Zum Muttertag überbrachte der Bexbacher CDU-Kandidat Schoko-Herzen und hatte für alle Bewohner des Seniorenzentrums ein nettes Wort und eine freundliche Geste übrig.

Nein, Wahlkampf sei das nicht, wird Christian Prech nicht müde zu betonen beim Termin im Bexbacher Seniorenzentrum am Höcherberg. Der CDU-Kandidat fürs Bürgermeisteramt hat damit insofern recht, als seine Partei jedes Jahr an Muttertag dort einen Besuch abstattet und den älteren Damen eine kleine Aufmerksamkeit schenkt. Nur dass in diesem Jahr der Muttertag zufällig in die heiße Phase des Wahlkampfes fällt. Da ist bei den Schokoladenherzchen, die überreicht werden, ein Bild von Prech als Kandidat dabei - warum auch nicht? Ihm ist anzumerken, dass es ihm nicht primär um die Steigerung seines Beliebtheitsgrads geht. „Hier geht es einfach um die Symbolik, dass man den Leuten etwas Aufmerksamkeit schenkt. Sie haben zum Teil niemanden mehr, die freuen sich immer, wenn jemand mit ihnen spricht“, sagt der CDU-Mann, der bisher noch kein politisches Amt bekleidet und deswegen, wie er meint, „von Null auf Hundert“ sein Mandat anstrebt.

Allerdings hatten sich schon Prechs Vater und Großvater politisch engagiert, von daher scheint es ihm in die Wiege gelegt zu sein, sich auch kommunalpolitisch einzubringen. Offen und freundlich geht er auf die älteren Bewohnerinnen zu, erkundigt sich nach deren Befinden und wünscht ihnen alles Gute zum Muttertag.

So etwa der 97-jährigen Inge Schneider, die noch erstaunlich fit für ihr Alter ist. „Das kommt vom vielen Arbeiten“, sagt die rüstige Seniorin, die früher ein Geschäft in Wiebelskirchen führte. Viele der Bewohner kennen Christian Prech, manche sprechen den Oberbexbacher auch auf seine Eltern an, die sie noch aus früheren Zeiten kennen. Bexbach ist nun mal eine Kleinstadt, in der sich noch viele Leute kennen beziehungsweise die Familie oder die Verwandtschaft  locker und leicht in einer Bexbacher Straße verorten können. Zum Teil ist Prech auch bekannt aufgrund seiner Funktion als Präsident der Karnevalsgesellschaft Die Blätsch. „Wir haben letztens zusammen geschunkelt, da hatte ich aber eine Narrenkappe auf“, sagt er da zum Beispiel zur Bewohnerin Anita Kühl, die sich gerne noch an die Begebenheit erinnert.

Aber auch Wahlkampfthemen kommen bei Prechs Besuch im Seniorenheim auf. „Man muss sich als Bexbacher schämen, dass die Stadt so etwas als Naherholungsgebiet ausgibt“, schimpft etwa Jörg Scherer über die grüne Lunge. „Es gibt kaum Ruhebänke, das Gras ist hoch - man hätte doch gerne als Bürger parkähnliche Flächen, wo man sich wohlfühlen kann“, sagt der Bexbacher, der gerade seine Eltern besucht. „Die grüne Lunge muss viel mehr aufgewertet werden“, pflichtet Prech ihm bei. Dort lungerten viele junge Leute herum, „weil sie nicht abgeholt werden“.

Der CDU-Kandidat fordert einen Streetworker, der die jungen Menschen in die Vereine integrieren könnte: „Jeder Verein hat Nachwuchssorgen - da müssen wir die Leute hinkriegen, und das geht nur über einen Streetworker, der die Probleme der Jugendlichen ernst nimmt und sie anspricht.“

Zur grünen Lunge meint er, die könne man „durchziehen bis Oberbexbach“, man könne auch eine Blühwiese für Bienen anlegen. „Man muss sie einfach mal pflegen“, sagt er.

Dass für Bexbach „nichts gemacht“ werde, das höre er häufig, sagt Prech. Es will dies nicht im Einzelnen kommentieren, sondern betont lieber seine eigenen Schwerpunkte. Neben vielen anderen Themen ist ihm beispielsweise das seniorengerechte Wohnen wichtig. Dazu gehöre auch die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses mit integrierter ärztlicher Versorgung.

Überhaupt. so Prech, müsse die Stadt attraktiver gemacht werden für junge Ärzte, damit diese sich in Bexbach niederließen. „Bexbach muss eine Familienstadt werden, für Groß und Klein, Jung und Alt“, meint der Kandidat, der zudem ein mobiles Bürgerbüro einrichten will, das die einzelnen Stadtteile anfährt. Darüber hinaus möchte Prech eine Kontaktstelle für Familien und Senioren im Rathaus schaffen - als Anlaufstelle für mehr Beratung und Information.

Bei der Muttertags-Tour durchs Seniorenheim erhält der Kandidat Unterstützung durch seine Parteigenossen: Rolf Ballweber ist dabei, der für das Amt des Ortsvorstehers in Bexbach-Mitte kandidiert, Nina Aulenbacher (Kandidatin für den Kreistag), Stadträtin Segourney Keßler, Stadtrat Andreas Betz und Sami Oldenburg.

Altenpflegerin Tina Ellinger führt die CDU-Leute durchs Heim. Bei vielen Bewohnerinnen ist spürbar, dass der Besuch eine willkommene Abwechslung im Alltag ist. Sie freuen sich über die Schokoherzen und darüber, dass sich jemand etwas Zeit nimmt für sie. Egal, ob Wahlkampf ist oder nicht.

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