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Bürgermeisterwahl: Thomas Leis im Wahlkampf beim Stadtteil-Gespräch in Höchen

Bürgermeisterwahl Bexbach : Leis setzt auf Erfahrung und Erfolge

Im Bürgermeister-Wahlkampf in Bexbach hat Amtsinhaber Thomas Leis (SPD) bei einem Stadtteilgespräch in Höchen für seine Ideen geworben. Für ihn zentral: die geglückte Ansiedlung neuer Unternehmen und die Großbauprojekte.

Am 26. Mai wählen die Saarländer nicht nur ihre Kommunalvertretungen und das Europaparlament, sondern in vielen Kommunen auch den Verwaltungschef oder die Verwaltungschefin. So auch in Bexbach, dort stellt sich der aktuelle Amtsinhaber Thomas Leis von der SPD zur Wiederwahl.

Am Mittwochabend hatte Leis im Zuge seines Wahlkampfs auf Einladung des SPD-Ortsvereins Höchen dort zu einem Stadteil-Gespräch eingeladen. In einem rund einstündigen Vortrag und im anschließenden Dialog mit den zahlreichen Gästen im Schützenhaus von „Gut Ziel Höchen“ stellte Leis dabei vor allem zwei Aspekte seiner Politik in der Gesamtstadt und auch in den Ortsteilen in den Vordergrund: Die abgeschlossenen und noch anstehenden Baumaßnahmen der städtischen Infrastruktur und die positive Entwicklung bei der Ansiedlung von Unternehmen in Bexbach.

Gleich zu Beginn des Abends warf Leis zwei für ihn gewichtige Pfunde in die Wahl-Waagschale – zum einen seine mehr als 40-jährige Erfahrung in der Bexbacher Stadtverwaltung und zum anderen seine damit verbundene Expertise als Wirtschaftsförderer der Stadt – vor allem mit dem Schwerpunkt „Saarpfalz-Park“. Sehr selbstbewusst sagte Leis dazu: „Diese beiden Eigenschaften zusammen ergeben schon Bürgermeister. Das ist so.“ Seine gerade bei der Konversion der ehemaligen Kaserne zum Wirtschaftsstandort gemachten Erfahrungen habe er in seiner ersten Amtszeit auf die gesamte Stadt angewandt. „Und siehe da: Wenn ich in den Rückspiegel schaue und sehe die letzten acht Jahre und schaue in die nächsten acht, wenn Gott will, dann ist da auch was geschehen.“ Als Bürgermeister habe er es zudem nicht nötig, sich ein Denkmal zu setzen, da habe er schon, „den Saarpfalz-Park“.

Konkret mit Blick auf die zurückliegende Amtszeit, aber auch mit Blick auf die gewünschte zweite, schilderte Thomas Leis viel von dem, was sich in den vergangenen Jahren in Sachen Infrastruktur schon verändert habe und sich in der Zukunft noch verändern werde.

Bexbachs Bürgermeister konzentrierte sich dabei auf die großen Projekte wie die derzeit noch laufende komplette Umgestaltung der Bexbacher Innenstadt. Leis betonte hier ausdrücklich die gute Zusammenarbeit der Fraktionen im Bexbacher Stadtrat und die meist einstimmig getroffenen Entscheidungen. Diese hätten der Verwaltung viele Türen geöffnet. Einleitend beschrieb Leis Bexbach als Stadt mit einer „meiner Meinung nach ganz tollen Wohnqualität, weil wir alles haben“. Dazu zählte Leis auch die gute Verkehrsinfrastruktur mit schneller Anbindung ans Autobahnnetz. „Trotzdem geht es besser.“ Hier schlug Leis dann den Bogen hin zum Umbau von Güter-/Ladestraße, Bahnhofstraße – beide Maßnahmen abgeschlossen – und Rathausstraße sowie der damit verbundenen Neuregelung des innerstädtischen Verkehrs mit Einbahnstraßen als quasi großem Kreisverkehr. „Das war wohl zu Beginn mit viel Geknirsche verbunden.“

Verbunden mit dem Umbau, und das betonte Leis, sei aber, neben der „Entstressung des Verkehrs“ vor allem auch ein Mehr an kostenlosen Parkplätzen in der Innenstadt.

In der Folge schilderte Leis viele weitere, anstehende Großprojekte, so den geplanten Umbau des Aloys-Nesseler-Platzes, die Neunutzung des „Schwalbengassen-Häuschens“, die Attraktivierung der „Grünen Lunge“, die Neuentwicklung des alten Postareals mit Seniorenheim, Arztpraxis und Apotheke, die Umgestaltung des Bexbacher Bahnhofs zum „Kulturbahnhof“ und den Neubau einer Halle als Ersatz der Höcherberghallen sowie in den Stadtteilen Baumaßnahmen wie die Sanierung und den Umbau der Glanhalle in Höchen und des Bürgerzentrums in Frankenholz sowie den Kindergarten-Neubau in Oberbexbach.

Gegen Ende beleuchtete Leis dann noch die aus seiner Sicht gute wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt, zum einen gebunden an den Erfolg des Saarpfalz-Parks mit über 100 dort ansässigen Unternehmen und rund 1100 Arbeitsplätzen, aber auch begründet in der Expansion von Unternehmen wie Fuchs und Hoffmann am anderen Ende der Stadt.

Vor dieser Kulisse erwähnte Leis, dass die Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt durch diese positiven Entwicklungen in den zurückliegenden drei Jahren von fünf auf zehn Millionen Euro gestiegen seien. „Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, das ist nicht aus der Luft gekommen!“