1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Bexbach

Bürgerinitiative macht sich für Gesamtlösung in der Region stark

Bürgerinitiative macht sich für Gesamtlösung in der Region stark

In einer Stellungnahme äußerte sich jetzt die Bürgerinitiative "Kein Ohr für Kleinottweiler " zu den Äußerungen des Homburger Oberbürgermeisters Rüdiger Schneidewind bezüglich der Anbindungen an die A 6 (SZ vom 21. Januar).Damals hatte der OB gesagt, es solle endlich das dritte Ohr gebaut werden, "das ist eine Entlastung, wenn auch nicht das Optimale".

Dazu die Bürgerinitiative (BI) unter anderem: "Die Drei-Ohren-Variante ist wie auch die Vier-Ohren-Variante für die BI kein annehmbares Gesamtkonzept. Bei der Bürgerinformationsveranstaltung im Volkshaus Oberbexbach erklärten selbst die Vertreter des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS), dieser Bau bewirke kein Weniger an Verkehr, sondern nur eine Umverteilung. Sinnvoll wäre es, eine Gesamtlösung für die Region anzustreben, die neben der bestehenden Anschlussstelle auch die Anbindung Ost weiterhin beinhaltet."

Die Bedenken aus Kleinottweiler wegen Verkehrszunahme verstehe er nicht, so Schneidewind. "Die Verkehrszunahme in Kleinottweiler ist keine neue Erkenntnis. Bereits der frühere OB Karlheinz Schöner hatte dies richtig erkannt und unter anderem wie folgt verlautbart: Ich hatte immer deutlich gemacht, dass die Abriegelung der L 218 in Richtung Reiskirchen ohne einen neuen A 6-Anschluss Homburg-Ost zu unzumutbaren Verkehrsverlagerungen führen wird, insbesondere in Erbach, Kleinottweiler und Jägersburg." Zum anderen wurde eine Verkehrszunahme in Kleinottweiler in jüngster Vergangenheit mehrfach bestätigt, nicht zuletzt durch den LfS .

Auch der Äußerung, Widerstand sei erst kurz vor der Detailplanung aufgekommen, widerspricht die BI. "Anfang 2013 gab der LfS an, man werde noch dieses Jahr mit der Planfeststellung A 6-Anschluss Homburg -Ost und beim bestehenden A 6-Anschluss Homburg/Bexbach beginnen. Der SZ-Ausgabe vom 30. November 2014 war zu entnehmen, dass vorrangig nur noch die Planungen für eine Änderung des bestehenden Anschlusses betrieben werden, was zur Gründung der BI führte."

Ein neuer Anschluss Homburg-Ost sei laut Schneidewind schwierig. "Der Anschluss Ost bleibt ebenso eine Kernforderung der BI wie der Erhalt der L 218 und die Prüfung einer Kreisellösung mit Direktanschluss Zunderbaum. Schon in einer ministeriellen Pressemeldung vom August 2010 sei von einer Entlastung von 9000 Kfz/Tag durch den Anschluss Ost die Rede."