Bexbacher staunen über echte Raritäten

Bexbacher staunen über echte Raritäten

Das Einzugsgebiet der Modelleisenbahn- und Spielzeugbörse der Modellbahnfreude Bexbach reicht von Luxemburg bis Hessen und das aus gutem Grund: Hier gibt es viele Raritäten zu finden. So war es auch an diesem Sonntag.

Schon zum 23. Mal richteten die Modellbahnfreunde Bexbach die Modelleisenbahn- und Spielzeugbörse in den Höcherberghallen aus, wie immer in Zusammenarbeit mit der Stadt. Am Sonntag war die große Sporthalle rappelvoll mit Ständen gefüllt - selbst im Vorraum boten Händler ihre Spielwaren an. Zu einem positiven Fazit kam zum Ende der Börse der Vereinsvorsitzende, Otto-Walter Martin: "Verein zufrieden, Publikum zufrieden, Händler zufrieden."

In diesem Jahr waren 48 Anbieter gekommen und hatten in der Hauptsache Loks, Waggons, Schienen und Zubehör der verschiedensten Modelleisenbahnen dabei. "Da waren auch 50 bis 70 Jahre alte Blecheisenbahnen dabei, darunter Raritäten, die man nur hier findet", meinte Martin. Das Einzugsgebiet der Börse reiche von Luxemburg bis nach Hessen. Neben den Eisenbahnen waren auch Modellautos in Hülle und Fülle im Angebot - sonstiges Spielzeug allerdings weniger. Leider nicht ganz zufrieden war Verkäufer Wolfgang Pfeiffer, der mit seiner Frau Karin aus Bad Kreuznach angereist war. Seiner Meinung nach sind die Besucherzahlen der Börse seit Jahren rückläufig, was daran läge, dass die Interessenten immer weniger würden.

"Das sieht man am Alter des Publikums hier - die Jugend spielt eben nicht mehr mit Autos und Eisenbahnen," sagte der Sammler, der schon zum 22. Mal da war. Dass sich gerade im Spielzeugbereich viel Handel über das Internet abspielt, verderbe zudem die Preise: Pfeiffer berichtete von einem Freund, der alte Fleischmann-Eisenbahnen sammle, aber nicht mehr auf die Börsen ginge, da er Sammelstücke übers Internet für den halben Preis bekäme. Trotzdem lobte das Ehepaar die Veranstalter, die viel Werbung gemacht hätten, außerdem: "Wir kommen gerne her wegen der Gemütlichkeit und dem guten Klima." Ein bisschen was verkauft habe er im Übrigen auch, sagte der Bad Kreuznacher.

In der Tat waren gegen Ende der Börse die Stände noch voll mit Waren, was der Veranstaltung mehr den Anstrich einer Ausstellung gab. An die tausend Besucher waren zur Börse gekommen, teilte Organisationsleiter Klaus Simon mit - da konnte man von einer erfolgreichen Veranstaltung sprechen.