Veranstaltungsstätte am Aloys-Nesseler-Platz geplant Bexbacher Rat bespricht Kulturzentrum

Bexbach · Es soll am Aloys-Nesseler-Platz dort entstehen, wo sich noch das „Schwalbengassenhaus“ befindet. Auch ein zweites neues Gebäude ist dort geplant.

Die Neubauten nahe dem Aloys-Nesseler-Platz werden mehrere Millionen Euro kosten. Einen Großteil davon, so der Plan, soll das Land stemmen. Am Donnerstag könnte der Bexbacher Stadtrat die Weichen dafür stellen.

Die Neubauten nahe dem Aloys-Nesseler-Platz werden mehrere Millionen Euro kosten. Einen Großteil davon, so der Plan, soll das Land stemmen. Am Donnerstag könnte der Bexbacher Stadtrat die Weichen dafür stellen.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

Rund um die Aufstellung des Haushalts herrschte noch Rätselraten, wie das „Schwalbengassenhaus“ und ein neues Kultur- und Veranstaltungszentrum in Bexbach zusammenhängen. Am Donnerstag wird es Klarheit geben. Dann tagt um 17.30 Uhr im Volkshaus Oberbexbach ein letztes Mal der Stadtrat in alter Besetzung. Auf der Tagesordnung: „Schwalbengasse Nr. 11 – Abriss und Neubau des bestehenden Gebäudes sowie Neubau eines Kulturzentrums“. Zunächst wird die Planung des gesamten Objekts beschlossen. Das geschieht noch vor der Konstituierung des neuen Rats am 4. Juli. Es geht auch um den Bau eines Kulturzentrums und den Neubau des Schwalbengassenhauses sowie die Neugestaltung des Aloys-Nesseler-Platzes, so Bürgermeister Christian Prech (CDU).

Konkret soll der Rat die Verwaltung beauftragen, Abrissangebote einzuholen und einen Zuwendungsantrag beim Innenministerium zu stellen. Darin soll auch darum gebeten werden, die Maßnahme vorzeitig starten zu können. Sobald das Ministerium grünes Licht gebe, solle der Auftrag an den günstigsten Bieter vergeben werden. Es seien bei einer europaweiten Ausschreibung drei Angebote für die Neu- und Ersatzbauten einzuholen. Auch weitere nötige Aufträge zur Objekt- und Tragwerksplanung sowie die technische Gebäudeausrüstung seien dann zu vergeben.

Die Stadt plant, so heißt es in den Ratsunterlagen weiter, „in Einvernehmen und auf Vorschlag des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport das Bestandsgebäude ‚Schwalbengasse 11‘ abzureißen sowie einen Ersatzbau an gleicher Stelle zu errichten, in dem das Bürgerbüro untergebracht werden soll“. Im hinteren Bereich soll als zusätzliches Gebäude ein großes Kultur- und Veranstaltungszentrum mit einem kleineren Veranstaltungsraum sowie Senioren- und Jugendräumen gebaut werden. Wie viele Quadratmeter, Sitz- und Stehplätze es umfasst, ist laut Prech noch unklar. Man müsse die europaweite Ausschreibung abwarten und sich danach nochmals mit dem Innenministerium kurzschließen.

Die Herstellung beider Gebäude soll nach aktueller Planung inklusive technischer Anlagen brutto 5,2 Millionen Euro kosten. Dazu kämen rund 700 000 Euro brutto für weitere Planungen, Brandschutzkonzept, Statik und weiteres. Sprich: runde sechs Millionen würde das Projekt verschlingen. Nach Absprache mit dem Innenministerium könne dieses aber das neue Kulturzentrum mit bis zu 90 Prozent über eine Bedarfszuweisung und den Neubau des Schwalbengassenhauses zu 66 Prozent aus der Städtebauförderung bezuschussen. Weitere Mittel waren bis 2027 schon im Haushalt vorgesehen: Für den Neubau des Schwalbengassenhauses könnte die Stadt bis 2026 rund 1,15 Millionen aufbringen, für das Kulturzentrum bis 2027 nochmal 3,9 Millionen. Abzüglich der oben genannten Förderungen bliebe im Idealfall ein Eigenanteil von rund 1,15 Millionen für beide Projekte.

Wie kam die Idee für dieses Projekt auf? Prech: „Die Idee kam von mir, den Neubau des Schwalbengassenhauses etwas größer zu gestalten, um dort neben den Senioren und Jugendlichen das Bürgerbüro sowie eine Veranstaltungsstätte zu errichten.“ Hier sollten größere Kulturveranstaltungen – etwa Fastnacht oder Modellbahnmessen –, aber auch der Neujahrsempfang, Stadtratssitzungen oder ähnliches stattfinden. „Bexbach fehlt eine solche Veranstaltungs- und Begegnungsstätte“, findet der Bürgermeister.