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Bexbacher Geschäftsleuten steht schwierige Zeit bevor

Bexbacher Geschäftsleuten steht schwierige Zeit bevor

Das Bexbacher Stadtzentrum soll schöner werden. Der nächste Schritt in diese Richtung ist die fußgängerfreundliche Umgestaltung der Bahnhofsstraße. Sie wird ein Geduldsspiel für die ansässigen Geschäftsleute werden.

Wenn es um die Umstrukturierung des gemeinsamen Zentrums geht, haben alle Bexbacher Bürger die Möglichkeit, mitzureden. Stadtmanagement, Lenkungsgruppe, Ortsrat und Fachplaner der Bauverwaltung sind dabei, eine attraktive Innenstadt zu schaffen. Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ortsrates Bexbach-Mitte im Büro von Zentrumsmanagerin Dorothée Pirrung erhielten die Ortsratsmitglieder einen Überblick über den derzeitigen Stand.

"Es war schon lange der Wunsch des Ortsrates, uns bei ihr vorzustellen und uns schlau zu machen", begründete Ortsvorsteher Franz-Josef Müller (CDU ) die Sitzung im Büro des Stadtmanagements. Ihr Ziel sei es, den Austausch mit dem Ortsrat zu intensivieren, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Sie verstehe sich als "Eisbrecher", der die politische Ebene mit ins Boot nehmen wolle, so Pirrung. Nach der Umsetzung von Güter-/Ladestraße mit neuem Parkplatz sei im Frühjahr dieses Jahres mit der fußgängerfreundlichen Ausbau der Bahnhofstraße zur Einbahnstraße in Richtung Bahnhof die nächste Stufe des Stadtumbaus geplant, kündigte die Zentrumsmanagerin an.

"Wir bewegen jetzt etwas in diesem Jahr", wies sie auf "das wunderbare Potenzial" hin, das die Bexbach habe. Der ein- bis zweijährige Umbau der Bahnhofstraße sei eine schwierige Zeit für die dort ansässigen Geschäftsleute : "Sie dürfen so wenig wie möglich Nachteil haben". Ein Baustellen-Management könne die Unannehmlichkeiten etwas abmildern.

Ein leidiges Thema sei der Schwerlastverkehr in Bexbach , der sich jedoch nach dem Umbau der Bahnhofstraße zur Einbahnstraße fast von selbst erledigen werde. Wichtig sei die Einrichtung von Kurzeitparkplätzen vor den Geschäften, so Pirrung.

Um Leerstände zu beseitigen, Läden und Häuserfassaden zu attraktivieren, müsse man die Bewohner mit ins Boot nehmen. Zuschüsse sollen Anreize schaffen. In den kommenden Jahren fließe viel Geld in das Zentrum, meinte sie, doch ein starkes Zentrum wirke sich positiv auf alle Stadtteile aus. In ihrer mittlerweile zweieinhalbjährigen Tätigkeit als Zentrumsmanagerin seien neue Kooperationen mit der Stadt, dem Gewerbeverein, der Wirtschaftsförderung und den Bürgern entstanden: "Wir wollen den Nährboden aufwecken, Synergieeffekte bilden".

Um die Daseinsvorsorge sicher zu stellen, müsse man die Gewerbetreibenden in der Stadt halten und auch dort einkaufen. Dazu gehöre auch eine medizinische Versorgung. Die Stadt dürfe jedoch nicht nur umgebaut werden, man müsse auch kulturelle Angebote schaffen, um Lebendigkeit in die Stadt zu bringen, betonte Pirrung.

Ihre Ausführungen stießen auf Zustimmung im Ortsrat. "Wir haben einen Knackpunkt erreicht", meinte der Fraktionssprecher der CDU , Ludwig Baßler, mit Blick auf den Umbau der Bahnhofstraße. Von einem "großen Schritt in die Zukunft" sprach Dennis Raffael , Sprecher der SPD-Fraktion , für den die Bürgerbeteiligung ein wichtiges Element darstellt.