Kleinottweiler: Beim Lädchenfest in Kleinottweiler war viel geboten

Kleinottweiler : Beim Lädchenfest in Kleinottweiler war viel geboten

Der Erlös des Festes wird zur Entwicklung einer App verwendet, die traumatisierten Kindern und Jugendlichen helfen soll.

Es war allerhand los am Sonntag beim Lädchenfest zu Gunsten der Projektgruppe „Kinder und Jugendliche“, die es seit dem Jahr 2002 im Rahmen der Psychosozialen Projekte Saarpfalz (PSP) in Homburg gibt.

15 Hobbykünstler aus dem Raum Homburg und Bexbach zeigen in einem Privathaus in Kleinottweiler seit dem Jahr 2004 ihre Werke aus Keramik und Holz. Bilder, Schmuck und Klöppelarbeiten werden präsentiert, die dann käuflich zu erwerben sind. „Mit den Einnahmen finanzieren wir unsere Hilfsaktionen“, erklärt Rita Maoz, die auch für die Organisation des Lädchenfestes in der Homburger Straße am vergangenen Sonntag mit verantwortlich zeichnete.

Neben dem Verkauf der Kunstwerke tragen zur Zeit auch 120 Fördermitglieder mit ihren Beiträgen zu der Finanzierung der Aufgaben der Projektgruppe „Kinder und Jugendliche“ bei. So wird die Musiktherapie für erkrankte Kinder in der Universitätsklinik ebenso unterstützt, wie Förderschulen im Saarpfalzkreis. Auch außerhalb des Saarpfalzkreises hilft diese Projektgruppe, wie beispielsweise bei einem Gartenprojekt für traumatische Kinder in Kleinblittersdorf.

Rita Maoz und gut 30 Helfer und Mitglieder freuten sich über den regen und guten Besuch am Sonntagnachmittag bei ihrem „Lädchenfest“, das seit 2004 jährlich im Mai stattfindet. Es gab einiges zu entdecken und zu verkosten. Der Rassegeflügelverein Altstadt zeigte Hühner. Ein Floristikunternehmen aus Altstadt brachte mit bunten Pflanzen bei sonnigen Wetter den Frühling noch näher. Auf einem Flohmarkt ließ sich manches Schnäppchen machen. Auch für Essen und Getränke war reichlich gesorgt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte der bekannte französische Akkordeonspieler Gaston Michel, der mit seiner Tochter auftrat, wie auch der „Flüchtlingschor“ aus Homburg unter der Leitung von Osama Faty. Den Chor mit rund 20 Syrern und Deutschen gibt es seit fast drei Jahren. ,,Mit unserem Chor und seinen Auftritten wollen wir zur Integration von Flüchlingen in Deutschland einen Beitrag leisten“, erklärt Fathy. Am Sonntag beim Lädchenfest trug der Chor Lieder aus Europa, aber auch aus arabisch sprechenden Ländern, vor.

Der nächste Auftritt des „Flüchtlingschors“ findet übrigens am Sonntag, 20. Mai, ab 22 Uhr in der evangelischen Kirche in Limbach statt, so die Veranstalter.

Der Erlös des diesjährigen Lädchenfestes der Projektgruppe Kinder und Jugendliche wird für die Entwicklung einer App Verwendung finden, wie Rita Maoz informiert. Zielgruppe des neuen Angebotes sind Kinder und Jugendliche mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Diese App soll als Leitfaden zur Selbsthilfe dienen und auch Informationen zu Anlaufstellen für die betroffenen Jugendliche geben.

Mehr von Saarbrücker Zeitung