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Bäckerhaus Ecker: Verfügungen gegen Filialausgliederungen

Ab 22. März Verhandlungen über Sozialplan : Bäckerhaus: Verfügungen gegen Filial-Ausgliederungen

Mit einstweiligen Verfügungen in jedem Einzelfall will der Betriebsrat von Bäckerhaus Ecker die Ausgliederungen von Filialen verhindern. Wie Mark Baumeister, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Saar, in einer Pressemitteilung erklärt, habe man das der Arbeitgeberseite mitgeteilt.

Laut Betriebsräten soll das Unternehmen, das im Saarland und der Westpfalz 56 Filialen und 460 Mitarbeiter hat, bis Ende 2023 zerschlagen werden. Die Filialen sollen den jeweiligen Edeka-Südwest-Einzelhändlern angeboten werden – bei womöglich schlechteren Arbeitsbedingungen. Wie viele bisher von der Ausgliederung konkret betroffen sind, sei unklar, so Baumeister. Seit 2010 gehört das Bäckerhaus Ecker zur Edeka-Tochter K&U-Bäckerei, die ebenfalls aufgelöst werden soll. Gerade der rund 120 Mitarbeiter zählende Bäckerbub-Betrieb in Bexbach, der die hiesigen Filialen beliefert, könnte betroffen sein. Denn die neuen Eigentümer könnten ihre Auslage auch mit Backwerk bestücken, das nicht aus Bexbach kommt. Baumeister kündigte darüber hinaus an, dass am Montag, 22. März, Verhandlungen über einen Sozialplan beginnen sollen. Diese hatte zuvor auch Edeka-Südwest angekündigt. Von Stellenabbau und Schließungen bei Bäckerbub war da keine Rede.

Die Nachricht von der drohenden Zerschlagung des Bäckerhauses Ecker hatte Mitte Februar für erheblichen Wirbel gesorgt. Es hatte eine Menschenkette mit 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gegeben, mehrere Parteien, dazu die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Saarpfalz-Kreis, hatten ihre Solidarität mit den Beschäftigten betont (wir berichteten ausführlich).