Aus Bexbach wurde „Batschbach“

Aus Bexbach wurde „Batschbach“

Beim Toughrun in Bexbach kamen die Freunde des Schlamms am Samstag wieder voll auf ihre Kosten. Und bei der sechsten Auflage waren es so viele Leute wie noch nie, die beim „harten Lauf“ über das Utopion-Gelände „mitmatschten“.

Die vier Teenage Mutant Hero Turtles huschen im Ziel vorbei und starten in die nächste Runde. Im Schlepptau haben sie ein paar Österreicher. Dahinter stapft eine Balletttänzerin im Tutu den Berg hinauf, gefolgt von zwei Mädels in einem undefinierbaren Tierkostüm. Am Samstag war es wieder so weit: Aus Bexbach wurde "Batschbach". Neben viel Matsch standen bei der mittlerweile sechsten Auflage des Toughruns die Verkleidungen erneut hoch im Kurs.

Und es waren so viele Menschen wie noch nie, die auf dem Utopion-Gelände im Saar-Pfalz-Park ein ausgiebiges Schlammbad nehmen wollten. Um 11 Uhr hatten sich insgesamt 1100 Teilnehmer auf den 4,3 Kilometer langen und mit Hindernissen gespickten Kurs gemacht. Da herrschte noch große Farbenvielfalt. Später konnte davon dann keine Rede mehr sein: Mit Batsch überzogen, in einheitlichem Braun erreichen die Helden das Ziel des "harten Laufs" - und alle sind sie völlig erschöpft, aber schlichtweg begeistert.

"Ab anderthalb Runden merkt man es so richtig", sagt David Schwarztrauber aus Bexbach , der sich mit einigen Mitstreitern an die 13 Kilometer herangewagt hatte und dabei auf "coole Hindernisse" gestoßen war. "Die große Naturschlammgrube war mein Highlight", sagt er und verspricht: "Wir sind auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder dabei."

Kurz darauf haben auch Mike Ganster aus St. Ingbert und Michael Weimann aus Kirkel die spaßigen Strapazen hinter sich gebracht - und sind nach ihrem Debüt beim Toughrun begeistert: "Es war saugudd und toporganisiert", sagt der 45-jährige Mike: "Die vielen Stationen haben richtig Spaß gemacht." Wie er hat sich auch Michael direkt mit einer Erfrischung versorgt und verrät: "Das Bier schmeckt jetzt umso besser."

Während die beiden und ihre fünf übrigen Kollegen sich kurz darauf in die Schlange am Currywurststand einreihen, warten weiter unten auf dem Gelände etliche Teilnehmer darauf, das letzte Hindernis, die "Walls of Honor", die Mauern der Ehre, zu überwinden. Auch dort herrscht dichtes Gedränge. Warten ist angesagt, doch die Pause kommt nach dem kräftezehrenden Lauf durchaus gelegen.

"Ich bin an meine Grenzen gestoßen. Aber es war richtig gut", sagt Dominika Moschel aus Blieskastel. Ihre Laufpartnerin Madeline Klein verrät: "Ich war heute topfit, könnte sogar noch eine Runde laufen."

Aber alleine macht das Ganze wenig Spaß, wie Thomas Bauerfeld aus Alsweiler weiß: "Alle haben sich gegenseitig geholfen. Das macht den Lauf auch einfach aus. Einzelkämpfer sind hier nicht gefragt", sagt der 32-Jährige, der zum vierten Mal dabei ist. Sein Mitstreiter Ingo Laub gesteht: "Im Vorjahr war es doch ein bisschen kühl. Heute war die Sonne draußen, da hat es auf jeden Fall noch mehr Spaß gemacht", findet der 25-Jährige. Dem kann Ann-Kathrin Littke aus Saarbrücken nur beipflichten: "Die Stimmung, die Atmosphäre - einfach super. Das ist Sport auf eine andere, aber schöne Art und Weise."

Nicht nur bei den Toughrunnern, auch bei den Verantwortlichen herrscht hinterher beste Laune: "1100 Teilnehmer sind für uns ein Meilenstein. Wir freuen uns, dass der Lauf immer besser ankommt und haben uns bemüht, noch mehr Schlamm bereitzustellen", sagt Sabine Theobald von der veranstaltenden Agentur Erlebnisraum.

Blau-weiße Schlümpfe, rot-gelb-grüne Zwerge: Der Schlamm macht sie alle gleich. Da hieß es, sich gegenseitig zu helfen.
Da waren die Läufer noch sauber: Auch eine Wasserrutsche gehörte zu den Hindernissen mit Spaßfaktor.

Fotogalerien vom Toughrun gibt es im Internet unter: www.saarbruecker-zeitung.de/toughrun2016 .

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