Auf den Spuren des Pfalz-Zweibrücker Gartenkünstlers

Höchen. Der Pfälzerwald-Verein Höchen hatte für seinen Familienausflug Schwetzingen zum Ziel. Das Ensemble aus Garten, Schloss und Stadt ist ein einzigartiges Zeugnis des 18. Jahrhunderts. Als Sommerresidenz unter Kurfürst Carl Theodor erlebte die Anlage ihre Blütezeit

 Die Pfälzerwäldler aus Jägersburg vor dem Schwetzinger Schloss. Foto: Verein

Die Pfälzerwäldler aus Jägersburg vor dem Schwetzinger Schloss. Foto: Verein

Höchen. Der Pfälzerwald-Verein Höchen hatte für seinen Familienausflug Schwetzingen zum Ziel. Das Ensemble aus Garten, Schloss und Stadt ist ein einzigartiges Zeugnis des 18. Jahrhunderts. Als Sommerresidenz unter Kurfürst Carl Theodor erlebte die Anlage ihre Blütezeit. Wenn die Bemühungen des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Schwetzingen Erfolg haben, könnte Schwetzingen schon bald in die Unesco-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen werden. Und dies dürfte insbesondere darauf zurückzuführen sein, dass der Pfalz-Zweibrücker Gartenkünstler Johann Ludwig Petri (1714-1794), der auch die Pläne für den Jägersburger Schlosspark gezeichnet hatte, mit seinem Generalplan für den Schwetzinger Schlossgarten etwas weltweit Einmaliges geschaffen hat. Doch bevor die Gäste aus der Saarpfalz die riesige Parkanlage mit ihren Tempeln, Pavillons, Skulpturen und Wasserspielen besichtigten, ließen sie sich unter fachkundiger Führung das Schloss, das Elemente von der Renaissance bis zum Klassizismus aufweist, erklären. Besonderes Interesse galt dabei den "Zweibrücker Zimmern", die der Kurfürst seiner Verwandtschaft aus dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, insbesondere für Christian IV. und Karl II. August, stets reserviert hatte. Besonders beeindruckt waren die Ausflügler von dem wertvollen Porzellan aus der kurpfälzischen Manufaktur Frankenthal, mit der einst auch die Tafel von Schloss Karlsberg beschickt worden war. Passend dazu hatten einige Pfälzerwäldler wenige Tage zuvor ausgesuchte Exponate aus dem Hofporzellan Karls. II. August bei einem szenischen Vortrag des Kunstexperten Gerd Steuer im Karlsbergerhof in Sanddorf kennen gelernt. So tangierte dieser Ausflug auch das große Jubiläum "600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken", das derzeit in unserer Region mit einer umfangreichen Veranstaltungsreihe begangen wird. Eine Reihe, die bisher auf großes Interesse stößt. red