Auf den Spuren der Bexbacher Geschichte

Auf den Spuren der Bexbacher Geschichte

Bexbach. Die Stadt am Höcherberg ist nicht nur geschichtsträchtig und urban, auch in Sachen Freizeitwert hat Bexbach einiges zu bieten

Die Wandertouren durch und um Bexbach, hier auf dem Bergbauweg Bexbach-Wellesweiler, entführen in die Natur und die Geschichte der Stadt am Höcherberg.

Bexbach. Die Stadt am Höcherberg ist nicht nur geschichtsträchtig und urban, auch in Sachen Freizeitwert hat Bexbach einiges zu bieten. Neben immerhin einem Hallen- und einem Freibad - in Zeiten schwieriger kommunaler Finanzlagen nicht überall selbstverständlich - und einigen Naherholungsgebieten wie dem Blumengarten oder auch der Grünen Lunge in Bexbach-Mitte ist es vor allem die reizvolle Lage mit viel Grün drumherum, die dazu aufruft, die Stadt und ihr Umfeld zu erkunden. Dass Bexbach auch hier auf seine Bergbaugeschichte zurückgreift, darf nicht verwundern, gleichwohl die Stadt nicht nur Touren entlang ehemaliger Orte dieser Vergangenheit bietet. Ein guter Start in das Erwandern Bexbachs könnte der Bergbauweg Bexbach-Wellesweiler sein. Vom Schützenhaus der historisch bedeutsamen Barbara-Siedlung in der Nähe des Bexbacher Kraftwerkes geht es auf eine etwas über sechs Kilometer lange Wanderung durch den Kohlengrubenwald. Historische Relikte aus der Zeit des Kohleabbaus präsentieren sich auf dieser Tour nicht offensichtlich, gleichwohl führt die Strecke unter anderem am Mundloch des Palmbaumstollens vorbei. Gefragt sind bei dieser Strecke nicht nur etwas Kondition auf den teils mittelschweren Anstiegen und Trittsicherheit auf den teilweise schmalen Wegen, sondern auch ein gutes Auge, um die zum Teil recht versteckten Wegmarkierungen nicht aus dem Blick zu verlieren. Wer all das mitbringt, den erwartet eine aufgrund des lichten Baumbestandes landschaftlich nicht uninteressante Route, die unaufdringlich einen Einblick in die Geschichte der Region gewährt.Ein bisschen mehr Kondition, zumindest für solche, die nicht jedes Wochenende auf Schusters Rappen unterwegs sind, verlangt die Tour durch das Nordfeld bei Höchen. Über Stock und Stein, bergauf und bergab geht es durch eine der weniger erfolgreichen Geschichten des Bergbaus in der Region: Von 1889 bis 1905 wurde hier mit großem Aufwand, allerdings nicht mit dem erhofften Erfolg, Kohle gefördert - heute zeugen verwunschen anmutende Reste der Schachtanlagen, Betriebshäuser und Verladeeinrichtungen vom missglückten Experiment Grube Nordfeld. Die Strecke bietet so für jeden etwas, ganz gleich, ob man die Natur genießen will oder der Geschichte in ihren Überresten auf die Spur kommen will. Aber auch abseits der Geschichte bietet Bexbach viel Gelegenheit, sich auf Wanderwegen auszutoben. So bietet die Stadt seit geraumer Zeit einen eigens ausgeschilderten Rundwanderweg an, der, je nach Befindlichkeit, Kondition und Erfahrung, ganz unterschiedliche Routen durch Bexbach und um Bexbach herum anbietet. Gerade auf diesen Touren lassen sich dann auch die sechs Bexbacher Stadtteile mit ihren sehenswerten Besonderheiten gelungen erkunden. In Höchen am Höcher Turm, in Frankenholz am Ende der Straße zum Frankenbrunnen, in Oberbexbach am Eingang zum Weiher Streitweg, hinter dem Parkplatz des Volkshauses am Fußweg zur Grünen Lunge sowie am Parkplatz des Freibades Hochwiesmühle, in Bexbach-Mitte hinter dem Parkplatz Höcherberghalle am Fußweg zur Grünen Lunge, am Parkplatz Blumengarten an der Niederbexbacher Straße sowie am Reisemobilhafen hinter dem Blumengarten informieren Tafeln über den jeweiligen Streckenverlauf. Auch in Niederbexbach, hier am Dorfplatz, sowie in Kleinottweiler am Sportheim des ASV gibt es solche Informationsangebote. So ist Bexbach mit diesen vielen Wegen auch eine Stadt der Wanderer. Myriam Müller lebt gern in Bexbach, weil sie hier ihr berufliches Standbein mit ihrem Friseursalon "Haarige Zauberei" aufgebaut hat und ihr Bexbach und die Menschen die dort und im Umkreis leben, gut gefallen.