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Arbeitseinsatz an der alten Eiche in Kleinottweiler

Dicke Eiche Kleinottweiler : Der Baum im Baum wurde beseitigt

In Kleinottweiler wurde bei einem Arbeitseinsatz die Birke aus der „Dicken Eiche“ herausgeschnitten.

Nach einer Corona-Zwangspause wird in Kleinottweiler derzeit mit Hochdruck am Projekt „Dicke Eiche“ gearbeitet. Wie mehrfach berichtet, setzt dort die Dorfgemeinschaft ein vom Umweltministerium und durch ehrenamtliche Stunden finanziertes Projekt rund um den Torso der mehr als 500 Jahre alten Eiche um. Die Anlage von Blühflächen sowie die Installation von Sitzgelegenheiten und Info-Tafeln nimmt weitere Formen an. Die AG „Dicke Eiche“, der „Förderverein Dorfleben Kleinottweiler“ und der Ortsrat arbeiten hier Hand in Hand, wobei auch die Feuerwehr immer wieder Unterstützung bietet. So geschehen am vergangenen Freitag, als im Rahmen des Übungsabends nicht nur Wassertanks zum Gießen der neuen Blühfläche aufgefüllt wurden, sondern auch eine „technische Hilfeleistung der anderen Art“ gefragt war.

Auf dem Torso der alten Eiche, der sozusagen das Symbol der neuen Anlage ist, war nämlich seit knapp drei Jahre eine Birke auf dem Dach gewachsen. Das war zunächst noch eine amüsante Attraktion für Wanderer und Spaziergänger. Allerdings bedrohte der rasch wachsende Baum mit seinen Wurzeln den ohnehin brüchigen Torso der alten Eiche, wie Ortsvorsteher Daniel Heintz (SPD) in einer Pressemitteilung erläutert. Deshalb habe er auf Anraten des Feldbiologen Christoph Bernd aus Kleinottweiler, der das Projekt betreut, die Entfernung der jungen Birke aus dem alten Stamm angeregt. In Absprache mit der Stadt Bexbach erklärte sich die Feuerwehr Kleinottweiler unter Löschbezirksführer Stephan Schäfer bereit, mit Hilfe einer Leiter und Sägewerkzeug die Aktion durchzuführen.

„Ein Dank geht an die Feuerwehr für ihre Unterstützung, auch bei der Füllung der Tanks. Denn der außerordentlich trockene Sommer macht uns bei der Gestaltung der Blühflächen zu schaffen. Es gibt einen eigenen Gießplan, in den sich engagierte Bürger eingetragen haben. Täglich ist für Wassernachschub gesorgt“, betont Ortsvorsteher Heintz. Er bedauert allerdings, dass kürzlich ein Wasserhahn und ein Zahlenschloss von Gelände an der Eiche gestohlen wurden: „Das blockiert die ehrenamtliche Arbeit“. Am Samstag war wieder ein Arbeitseinsatz, bei dem 100 weitere Pflanzen gesetzt wurde und an der Umrandung der Blühanlagen gearbeitet wurde.